20 April 2026, 08:14

7. Dezember: Warum Deutschland den Nationalen Krippentag in der Adventszeit feiert

Krippe in einer Kirche mit Statuen, einem Tisch mit einem Tuch und Kerzen, Stühlen, einem geschmückten Weihnachtsbaum und einer Wand im Hintergrund.

7. Dezember: Warum Deutschland den Nationalen Krippentag in der Adventszeit feiert

Deutschland feiert jährlich am 7. Dezember den Nationalen Krippentag

Das Datum wurde bewusst in die Adventszeit gelegt, um keine Überschneidung mit dem Nikolaustag zu verursachen. Dieser vergleichsweise junge Feiertag wurde 2020 ins Leben gerufen und ehrt eine Tradition, die sich über Jahrhunderte erstreckt.

Die frühesten Darstellungen der Weihnachtskrippe reichen bis in die Anfänge des Christentums zurück und zeigten oft nur das Jesuskind mit einem Ochsen und einem Esel. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kamen Figuren wie Maria und Josef hinzu. Eine bekannte Legende schreibt dem heiligen Franz von Assisi die Schaffung der ersten Krippe im Jahr 1223 zu, doch ihre genauen Ursprünge bleiben unklar.

Hauskrippen verbreiteten sich ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Italien. In Deutschland entstanden kirchliche Krippendarstellungen zu Beginn des 17. Jahrhunderts und wurden während des Barock weit verbreitet. Durch die Säkularisation im Jahr 1802 wurden Krippen in Kirchen jedoch verboten, woraufhin sich die Tradition in private Haushalte verlagerte.

Der moderne Feiertag geht auf Sven Giese zurück, den Begründer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt". Mit der Wahl des 7. Dezember wollte er die Tradition würdigen, ohne andere Festtage zu überlagern.

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Der Nationale Krippentag lenkt heute die Aufmerksamkeit auf einen Brauch, der sich über Hundert Jahre entwickelt hat – von schlichten frühen Darstellungen bis zu aufwendigen Hauskrippen. Die Tradition bleibt ein zentraler Bestandteil der Adventszeit und sichert so ihren Fortbestand in der deutschen Kultur.

Quelle