19 April 2026, 12:14

Abseitsfehler im DFB-Pokal entfacht Debatte um früheren VAR-Einsatz

Schiedsrichter auf einem Fußballfeld in der Nähe einer Menschenmenge, mit Geländern, Texttafeln, Pfählen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Abseitsfehler im DFB-Pokal entfacht Debatte um früheren VAR-Einsatz

Ein umstrittener Abseitsfehler im DFB-Pokal hat die Diskussion über die frühere Einführung des Videobeweises neu entfacht. Leroy Sané von Bayern München erzielte trotz klarer Abseitsposition den Ausgleich gegen den 1. FC Köln – ein Vorfall, der bei Trainern und Funktionären für Frust sorgt. Die Debatte um den Ausbau des Video-Assistenten (VAR) bereits in den frühen Runden des Wettbewerbs hat dadurch an Fahrt aufgenommen.

Der Streit begann beim DFB-Pokal-Duell zwischen Köln und Bayern München. Schiedsrichter Tobias Welz und sein Team übersahen Sanés Abseitsstellung vor dem Tor. Später kritisierte Eintracht Frankfurts Trainer Dino Toppmöller den Videobeweis, weil dieser in der Partie seiner Mannschaft gegen Heidenheim (1:1) ein reguläres Tor zu Unrecht aberkannt hatte – und verstärkte damit die wachsende Unzufriedenheit.

Nun gehört auch Bayern-Chef Max Eberl zu den Fürsprechern einer VAR-Einführung spätestens ab der zweiten Runde des DFB-Pokals. Der ehemalige Schiedsrichter Jochen Drees, der bei der DFB Schiri GmbH für Innovation zuständig ist, hält dies für technisch umsetzbar. Doch das Hauptproblem bleibt die Finanzierung.

Vereine außerhalb der DFL verfügen nicht über die nötige VAR-Infrastruktur, deren Aufbau hohe Investitionen erfordern würde. In der Bundesliga und 2. Bundesliga kostet das System jährlich rund 11 Millionen Euro, hinzu kommen etwa eine Million Euro für Personal – fast 20.000 Euro pro Spiel. Für unterklassige Teams, die deutlich weniger TV-Gelder erhalten, sind diese Ausgaben kaum zu stemmen.

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Trotz der Hindernisse wächst der Druck, die Situation zu verbessern. Das aktuelle System lässt Fehler zu, die durch einen früheren VAR-Einsatz vermeidbar wären.

Die Diskussion über den Ausbau des Videobeweises im DFB-Pokal bleibt vorerst ungelöst. Während Funktionäre und Trainer auf Veränderungen drängen, blockieren finanzielle Engpässe den Fortschritt. Ohne zusätzliche Mittel drohen ähnliche Kontroversen in künftigen Spielen.

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