Algen als nachhaltige Textilfasern: Wie Algacore die Modebranche revolutionieren will
Klaudia GnatzAlgen als nachhaltige Textilfasern: Wie Algacore die Modebranche revolutionieren will
Die Textilindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel: Während die Nachfrage nach Naturfasern steigt, geraten synthetische Materialien zunehmend in die Kritik. Das neue Projekt Algacore erforscht Süßwasseralgen als nachhaltige Alternative zu Baumwolle und Kunstfasern.
Unter der Leitung von Leon Blanckart knüpft Algacore an frühere Erkenntnisse des AlgaTex-Projekts an, das fadenförmige Grünalgen als mögliche Faserquelle der Zukunft untersuchte. Das Team will ökologisch verträgliche und industriell nutzbare Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen entwickeln. Damit ließe sich der Bedarf an Baumwolle verringern, deren Anbau große Mengen Wasser, Fläche und Pestizide verbraucht – sowie an synthetischen Fasern, die aus endlichen Ressourcen gewonnen werden und zur Mikroplastikbelastung beitragen.
Das Vorhaben wird mit rund 968.000 Euro aus dem EXIST-Forschungstransfer-Programm gefördert, einer Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Das Programm unterstützt technologiebasierte Ausgründungen aus Hochschulen. Hinter Algacore stehen Professorin Ellen Bendt, Professor Dr. Groten sowie das HNX-Startup-Team der Hochschule Niederrhein. Die Laufzeit beträgt 18 Monate.
Die Forschung von Algacore könnte der Textilproduktion eine nachhaltigere Grundlage verleihen. Durch den Einsatz von Grünalgen soll ein alternativer Rohstoff entstehen, der die ökologischen Probleme der Branche angeht. Die Förderung und fachliche Unterstützung unterstreichen das Potenzial für eine praktische Anwendung.






