15 March 2026, 10:12

Anna Scherer: Wie eine konservative TikTok-Influencerin die Debatten um Gleichheit spaltet

Eine Frau steht an einem Podium mit einem Mikrofon und einer Tafel und spricht zu einer Menge mit Schildern, mit Lichtern und Gegenständen im Hintergrund.

Anna Scherer: Wie eine konservative TikTok-Influencerin die Debatten um Gleichheit spaltet

Anna Scherer, eine 37-jährige Mutter von fünf Kindern, hat als konservative TikTok-Influencerin eine große Anhängerschaft aufgebaut. Mit über 250.000 Followern im März 2026 nutzt sie ihre Plattform, um progressive Ansichten zu Themen wie Rasse, Geschlecht und Politik infrage zu stellen. Die jüngste Veröffentlichung ihres Buches sowie ihre Medienauftritte haben sowohl Debatten als auch Kritik ausgelöst.

Aktuell wirbt Scherer in der Konservativen Bibliothek Berlins für ihr Debütwerk Gleichheitswahn. Darin argumentiert sie, dass ein übermäßiger Fokus auf Hautfarbe giftig und spaltend sei, und warnt vor dem, was sie als "moderne Apartheid" bezeichnet. Begriffe wie People of Colour oder das deutsche Wort Schwarz lehnt sie ab – ihrer Meinung nach schüren sie unnötige Spaltungen.

Kritik erntete sie auch für ihre Haltung zur AfD. In der Sendung 13 Fragen sprach sie sich gegen ein Verbot der Partei aus und warf der Linken vor, erheblichen Schaden anzurichten. Der Auftritt löste im Netz breite Spottwellen aus.

Jenseits der Politik bekennt sich Scherer offen zu ihren traditionellen Vorstellungen von Familienleben. Ihr Hauptziel im Leben sei es, Kinder großzuziehen, betont sie. Bewusst habe sie sich einen Partner gewählt, der eine große Familie ermöglichen könne. Feministinnen wirft sie vor, Themen wie Geschlechtertrennung, Massenmigration und sexuelle Gewalt zu ignorieren.

Zudem kritisiert sie "Safe Spaces", die nach ethnischer Zugehörigkeit beschränkt sind, sowie Massen-Einbürgerungen auf Basis von ihrer Meinung nach gefälschten Sprachzertifikaten. Solche Praktiken vertieften gesellschaftliche Gräben, statt sie zu überwinden, so Scherer.

Ihre Positionen sorgen weiterhin für Aufmerksamkeit – bei Unterstützern wie Kritikern. Mit ihrem Buch und ihrer Social-Media-Präsenz bleibt sie eine zentrale Figur in den Debatten über Rasse, Migration und politische Korrektheit. Angesichts ihrer wachsenden Reichweite scheint ihr Einfluss in konservativen Kreisen weiter zu steigen.

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