14 March 2026, 06:30

Apotheken in der Krise: Warum immer mehr Filialen in Deutschland schließen müssen

Eine Apotheke namens "Die Generics Apotheke" umgeben von Gebäuden, Strommasten, Werbetafeln, Zimmerpflanzen, Kraftfahrzeugen auf der Straße, unter einem klaren blauen Himmel.

Apotheken in der Krise: Warum immer mehr Filialen in Deutschland schließen müssen

Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich mit dem CDU-Landesabgeordneten Fabian Schrumpf, um über die wachsenden Belastungen für örtliche Apotheken zu sprechen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen finanzielle Notlagen, Personalengpässe und anstehende Proteste gegen ungerechte Vergütungsregelungen. Beide Seiten waren sich einig, dass diese Herausforderungen dringend angegangen werden müssen.

Bei dem Treffen wurde die schwere wirtschaftliche Lage der Apotheken in ganz Deutschland deutlich. Allein 2025 mussten 440 Apotheken schließen – bei Gebühren, die seit 13 Jahren eingefroren sind, und einer unveränderten Festzuschlag für die Abgabe von Medikamenten seit 2013. Lohmann wies darauf hin, dass die Schließungen sowohl Städte als auch ländliche Regionen treffen, darunter auch Teile von Essen.

Ein weiteres Problem seien längere Anfahrtswege für Patienten, die auf Notfall- oder Nachtversorgung angewiesen sind. Lohmann betonte zudem die Notwendigkeit fairer Löhne, um Fachkräfte zu halten und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Im Vergleich wurde deutlich: Versandapotheken können Rabatte von bis zu 10 Euro anbieten, während stationäre Apotheken mit einem festen Zuschlag von 8,35 Euro auskommen müssen.

Schrumpf räumte als Landespolitiker begrenzte Handlungsspielräume ein, versprach jedoch, die Themen auf Bundesebene vorzubringen. Er zeigte Verständnis für die Frustration hinter den geplanten Protesten und stimmte zu, dass eine gerechtere Vergütung nötig sei. Beide Seiten hoben hervor, wie wichtig planbare Finanzierungen für Rezeptleistungen sind, um den Betrieb der Apotheken zu sichern.

Das Gespräch endete mit der Anerkennung der branchenspezifischen Schwierigkeiten, aber ohne konkrete Sofortlösungen. Schrumpf sicherte zu, sich auf Bundesebene für Veränderungen einzusetzen, während Lohmann zu schnellerem Handeln aufrief. Ohne Anpassungen drohten weitere Schließungen und Versorgungslücken.

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