18 June 2026, 18:08

Apothekerkammer stoppt Telemedizin-Kabine kurz vor Eröffnung der Franziskus-Apotheke

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Apothekerkammer stoppt Telemedizin-Kabine kurz vor Eröffnung der Franziskus-Apotheke

Die Apothekerkammer der Region hat die Aufstellung einer Telemedizin-Kabine des Herstellers Medivise in der Franziskus-Apotheke in Winterberg gestoppt. Die Entscheidung fiel nur einen Tag vor der feierlichen Wiedereröffnung der Apotheke. Begündet wurde der Schritt mit möglichen Verstößen gegen gesetzliche Vorschriften zur Patientenüberweisung.

Apotheker Jürgen Schäfer hatte die Medivise-Kabine für 60.000 Euro erworben und wollte sie am 18. Dezember in Betrieb nehmen. Geplant war zudem, die Apothekenleitung zu Beginn des neuen Jahres an seine Mitarbeiterin Jasmin Ennulath zu übergeben. Die Kammer warnte Ennulath jedoch, dass ihr bei einer Installation der Kabine die Approbation entzogen werden könnte.

Schäfer ist überzeugt, dass die Kabine den Apothekenalltag erleichtern würde – etwa durch die Abwicklung von Wiederholrezepten oder die Vermeidung unnötiger Notaufnahme-Besuche. Medivise betont, dass das System alle rechtlichen Anforderungen erfülle, darunter auch § 129 Absatz 5h des Sozialgesetzbuchs, der Telemedizin in Apotheken ausdrücklich zulässt.

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Die Apothekerkammer hält jedoch daran fest, dass eine Arztkabine innerhalb einer Apotheke gegen geltende Regelungen verstoßen könnte. Während die Prüfung neuer Versorgungsmodelle im Einzelfall läuft, führen Medivise und die Franziskus-Apotheke weiterhin Gespräche. Die Kabine bleibt vorerst ungenutzt. Bis zum Abschluss der Prüfung durch die Kammer werden keine weiteren Schritte eingeleitet.

Quelle