13 March 2026, 22:16

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie

Ein Denkmal in einem Park mit einer Tafel, auf der "Denkmal für die Opfer der Tschernobyl-Katastrophe" steht, umgeben von Gras, trockenen Blättern, einem Pfad, Bäumen, Pflanzen, einem Straßenpfahl, Gebäuden und einem bewölkten Himmel.

Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut Solarpark auf stillgelegter Deponie

Auf einer stillgelegten Deponie in Ahaus-Alstätte entsteht ein großer Solarpark

Nach der Genehmigung durch den Kreis Borken wird auf einer ehemaligen Deponie in Ahaus-Alstätte ein großes Solarkraftwerk gebaut. Das vom Abfallwirtschaftsbetrieb Westmünsterland getragene Projekt soll brachliegendes Gelände in eine erneuerbare Energiequelle verwandeln. Die Verantwortlichen erhoffen sich langfristig Kostensenkungen und Vorteile für die ansässige Bevölkerung.

Das ausgewählte Gelände gehört gemeinsam dem Kreis Borken und der Stadt Ahaus und war früher als Mülldeponie genutzt worden. Da der Untergrund noch absackt, eignet sich die Fläche nicht für herkömmliche Bebauung – wohl aber für die Installation von Solarmodulen. Die Kosten des Vorhabens werden auf rund 1,6 Millionen Euro geschätzt. Um staatliche Fördergelder zu erhalten, muss der Solarpark bis Mitte 2025 fertiggestellt sein.

Neben der Stromerzeugung könnte die Deponie zudem als Speicherort für überschüssige Windenergie dienen. Dieser doppelte Nutzen würde nicht nur das lokale Stromnetz stabilisieren, sondern auch ein ansonsten schwer nutzbares Gelände sinnvoll erschließen.

In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits ähnliche Projekte: Zwischen 2021 und 2026 entstanden drei große Solarparks auf ehemaligen Deponien – eine 50-Megawatt-Anlage in Dortmund (2022), ein 30-Megawatt-Park in Marl (2023) und eine 40-Megawatt-Anlage in Neukirchen-Vluyn (2025).

Der Solarpark in Ahaus-Alstätte könnte die Unterhaltskosten der Deponie senken und so möglicherweise die Müllgebühren für die Bürger verringern. Mit dem Baubeginn soll die Anlage nach ihrer Inbetriebnahme einen Beitrag zu den regionalen Zielen im Bereich erneuerbarer Energien leisten. Das Projekt fügt sich zudem in die übergeordneten Bestrebungen ein, ehemalige Abfallstandorte für eine nachhaltige Energieerzeugung neu zu nutzen.

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