19 April 2026, 04:13

Bayer kämpft mit Monsantos giftigem Erbe und Millionenstrafen wegen PCB

Logo von Azure Pharmaceuticals: fettes schwarzes Unternehmensnamen in einem blauen Kreis mit weißer Umrandung auf weißem Hintergrund.

Bayer kämpft mit Monsantos giftigem Erbe und Millionenstrafen wegen PCB

Bayer steht unter wachsendem rechtlichem und finanziellem Druck wegen giftiger Chemikalienbelastung durch Monsanto – ein Unternehmen, das der Konzern Jahre nach dem Ende der PCB-Produktion übernommen hatte. Der seit 1977 in den USA verbotene Stoff sorgt weiterhin für kostspielige Altlasten beim deutschen Pharmariesen. Aktuelle Gerichtsurteile und anhängige Klagen lassen Aktionäre über die nächsten Schritte des Konzerns rätseln.

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Das Oberste Gericht des Bundesstaates Washington verurteilte Bayer zur Zahlung von 185 Millionen US-Dollar Schadensersatz wegen PCB-Verseuchung am Sky Valley Education Center in Monroe. Das Urteil geht auf Vorwürfe zurück, wonach die Belastung mit der Giftchemikalie bei Mitarbeitenden und Schüler:innen zu Gesundheitsschäden geführt habe. Zwar hat Bayer die meisten Klagen im Zusammenhang mit der Schule unter Ausschluss der Öffentlichkeit geregelt, doch laufen noch acht Berufungsverfahren, bei denen über 200 Betroffene Schädigungen durch PCB geltend machen.

Monsanto, das Bayer 2018 übernahm, hatte PCB bis zu dessen Verbot in den USA 1977 hergestellt. Obwohl Bayer den Wirkstoff selbst nie produzierte, trägt der Konzern nun die Verantwortung für das toxische Erbe. Gleichzeitig geht das Unternehmen in Missouri rechtlich gegen ehemalige PCB-Kunden vor, um Kosten aus laufenden Prozessen zurückzuholen.

Finanzanalyst:innen warnen, dass sich die Aktienperformance von Bayer verschlechtere – ein Zeichen für wachsende Sorgen. Ein Bericht vom 30. Oktober riet Aktionär:innen zu dringendem Handeln, da anstehende Rechtsstreitigkeiten und mögliche Entschädigungszahlungen die Stabilität des Unternehmens gefährdeten. Bayer kündigte an, das jüngste Urteil anfechten zu wollen, doch der Ausgang bleibt ungewiss.

Die 185-Millionen-Strafe belastet Bayers juristische Bilanz zusätzlich, während weitere Fälle noch ungelöst sind. Aktionäre beobachten gespannt, wie der Konzern reagiert – ob mit weiteren Berufungen oder Vergleichslösungen. Die Folgen von Monsantos Vergangenheit prägen weiterhin die finanzielle und rechtliche Zukunft Bayers.

Quelle