Bayer Leverkusen kämpft um umstrittenes Trainingszentrum in Monheim
Bayer 04 Leverkusens Pläne für ein großes Trainings- und Nachwuchsleistungszentrum in Monheim stoßen auf starken Widerstand. Das Projekt, das eine Fläche von 12,5 Fußballfeldern umfassen soll, wird am Mittwochabend in einer Sitzung des Stadtrats debattiert. Anwohner und politische Gruppen haben bereits schwere Bedenken geäußert.
Der Verein bleibt jedoch entschlossen, das Vorhaben voranzutreiben. Sportgeschäftsführer Simon Rolfes warnte, dass eine Blockade des Projekts einen schweren Rückschlag für Bayer Leverkusen und die gesamte Region bedeuten würde. Bereits nächste Woche plant der Verein Gespräche mit den politischen Parteien, um deren Einwände auszuräumen.
Anwohner sorgen sich vor allem wegen Lärmbelästigung, Flutlicht und den Auswirkungen auf nahegelegene Naturräume. Markus Gronauer, Fraktionsvorsitzender der CDU, kritisierte den gewählten Standort und schlug eine alternative Fläche vor. Seine Partei will gemeinsam mit SPD, FDP und Grünen am Mittwoch gegen das Projekt stimmen.
Die CDU forderte Bayer Leverkusen auf, seine Vorgehensweise zu überdenken. Gronauer rief den Verein dazu auf, in einen Dialog zu treten und mögliche Alternativstandorte für das Trainingszentrum zu prüfen.
Die Entscheidung des Stadtrats am Mittwoch wird darüber entscheiden, ob die Akademie wie geplant realisiert wird. Bei einer Ablehnung müsste Bayer Leverkusen seine Strategie überarbeiten oder Kompromisse mit den lokalen Verantwortlichen suchen. Das Ergebnis wird sowohl die Zukunft des Vereins als auch die Belange der Gemeinde prägen.






