Bergisch Gladbach ringt um Straßenprojekte – Radwege im Fokus, Personalmangel bremst aus
Klaudia GnatzBergisch Gladbach ringt um Straßenprojekte – Radwege im Fokus, Personalmangel bremst aus
Verkehrs- und Mobilitätsausschuss von Bergisch Gladbach berät über Straßenprojekte, Radwege und Personalmangel
Der Verkehrs- und Mobilitätsausschuss von Bergisch Gladbach kam in dieser Woche zusammen, um über Straßenbauvorhaben, die Aufwertung der Radinfrastruktur und anhaltende Personalengpässe zu beraten. Zu den zentralen Beschlüssen zählten Änderungen an der Buchholzstraße und am Lerbacher Weg, während andere Pläne aufgrund rechtlicher Vorgaben und fehlender Ressourcen aufgeschoben werden mussten.
Das Gremium stimmte für Variante 1 bei der Buchholzstraße, die die bestehende Verkehrsführung beibehält, aber kleinere Verbesserungen für Radfahrer vorsieht. Ein gemeinsamer Antrag von SPD und Grünen, der stärker auf den Ausbau der Radwege abzielte, wurde ebenfalls angenommen. Zudem setzte sich ein weiterer Vorschlag der beiden Parteien durch, der Anpassungen an der Radinfrastruktur am Lerbacher Weg vorsieht – hier enthielt sich die CDU der Stimme.
Beim geplanten Radweg auf Refraths Hasenweg musste Stellvertretender Bürgermeister Ragnar Migenda eine Niederlage einräumen: Das Verwaltungsgericht Köln hatte das Vorhaben für rechtswidrig erklärt. Ein CDU-Antrag, die Straße „Auf der Kaule“ zu verbreitern und die Einbahnregelung aufzuheben, um Lkw-Zufahrten zu erleichtern, scheiterte ebenfalls. Migenda verwies auf langjährige Schutzbestimmungen für das Gebiet sowie fehlendes Personal, um solche Änderungen umzusetzen.
Personalmangel prägt die Debatten Ein zentrales Thema war der eklatante Personalmangel: Aktuell ist nur noch eine einzige Kraft für die statische Verkehrslenkung zuständig. Dies führt zu Verzögerungen bei der Straßeninstandhaltung und zwingt den Ausschuss, Projekte streng zu priorisieren. Zwar wurde das Maßnahmenprogramm 2026–2028 verabschiedet, doch sind bisher nur die Vorhaben für 2026 konkretisiert – spätere Pläne bleiben vorerst zur Überprüfung offen.
Die Sanierung der Leverkuser Straße soll Ende 2027 beginnen, sobald die RheinNetz die notwendigen Arbeiten an der Wasserleitung abgeschlossen hat. Einstimmig unterstützte der Ausschuss einen Antrag, der den Rheinisch-Bergischen Kreis und die Stadt Köln auffordert, Ersatzverkehre für die Buslinie S11 sicherzustellen. Anpassungen an der Paffrather Straße, darunter neue geschützte Radspuren, wurden für weitere Planungen vorgemerkt.
CDU scheitert mit Lockerung von Lkw-Beschränkungen in Refrath Der Versuch der CDU, die Einschränkungen für Lkw in Refrath zu lockern, wurde abgelehnt. Migenda warnte, dass bestehende Schutzvorschriften und Personalengpässe solche Änderungen unmöglich machten.
Fazit: Fortschritte bei Radwegen, aber Hindernisse bleiben Die Beschlüsse des Ausschusses werden mehrere wichtige Verkehrsachsen verändern, wobei der Radverkehr besonders im Fokus steht. Dennoch bremsen Personalmangel und rechtliche Hürden die Umsetzung einiger Projekte aus. Während die Arbeiten an der Leverkuser Straße für 2027 geplant sind, hängt die Zukunft der Buslinie S11 von weiteren Verhandlungen mit Köln ab.






