15 May 2026, 22:14

Bergisch Gladbach will Strunde auf Zanders-Gelände freilegen – Millionenförderung beantragt

Ein Fluss fließt durch eine grüne Wiese neben einem Gebäude, mit Bäumen, Pflanzen, Gras, Steinen, Straßenlaternen, Strommasten, Kabeln, Hügeln und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund; das Gebäude befindet sich an einem geplanten Wasseraufbereitungsanlagenstandort.

Bergisch Gladbach will Strunde auf Zanders-Gelände freilegen – Millionenförderung beantragt

Bergisch Gladbach treibt Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem Zanders-Gelände voran

Die Stadt Bergisch Gladbach setzt sich aktiv für die Freilegung und Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Industrieareal von Zanders ein. Der Stadtrat hat einen Antrag auf Bundesförderung unterstützt, die bis zu 80 Prozent der geschätzten Projektkosten in Höhe von 6,75 Millionen Euro decken könnte. Lokale Politiker fordern nun ihre Bundestagsabgeordnete auf, die notwendige Unterstützung zu sichern, bevor der Bundestag eine endgültige Entscheidung trifft.

Erst kürzlich hatte der Bergisch Gladbacher Stadtrat die Teilnahme am Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ beschlossen. Damit ist der Weg frei für einen Förderantrag zur Renaturierung der Strunde, die derzeit unterirdisch durch das Zanders-Gelände fließt.

Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf voraussichtlich 6,75 Millionen Euro. Bei einer Bewilligung würde das Bundesprogramm rund 5,4 Millionen Euro übernehmen, sodass die Stadt die verbleibenden 20 Prozent aus ihren Sondervermögen finanzieren müsste. Die offizielle Interessensbekundung bei der Bundesregierung soll voraussichtlich Ende 2026 eingereicht werden.

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Lokale Politiker zeigen sich geschlossen hinter dem Projekt. Klaus W. Waldschmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, rief die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach (CDU) dazu auf, sich in Berlin für die Förderung einzusetzen. Andreas Ebert, sprecher für Stadtentwicklung der SPD-Fraktion, äußerte die Hoffnung, dass der Haushaltsausschuss des Bundestags die Mittel freigeben werde. Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, ist überzeugt, dass der freigelegte Fluss dem Zanders-Gelände ein völlig neues Gesicht und eine eigene Identität verleihen werde.

Der nächste Schritt hängt nun von der Zustimmung des Bundestags zum Förderantrag ab. Bei einer Bewilligung kann das Projekt mit Bundesmitteln umgesetzt werden, während die Stadt ihren Anteil aus bestehenden Rücklagen bestreitet. Die renaturierte Strunde könnte dann zu einem prägenden Element des Zanders-Industrieareals werden.

Quelle