Blessing fordert mehr private Investitionen in Infrastruktur und Pharmaforschung
Branko TlustekBlessing fordert mehr private Investitionen in Infrastruktur und Pharmaforschung
Martin Blessing, der Investitionsbeauftragte Deutschlands, hat die Bundesregierung aufgefordert, den privaten Sektor stärker in ihre Infrastrukturpläne einzubinden. Zudem forderte er Nachbesserungen bei den Gesundheitsreformen, nachdem mehrere Pharmaunternehmen ihre Investitionen im Land zurückgefahren hatten.
Blessing kritisierte, die Regierung setze öffentliche Mittel nicht effektiv genug ein, um privates Kapital anzuziehen. Die anfängliche Zuversicht unter Investoren habe seit der Ankündigung des Investitionspakets der Koalition spürbar nachgelassen, so der Vorwurf.
Er schlug vor, Pharmaunternehmen, die in Deutschland forschen oder produzieren, stärker zu fördern als solche, die hier lediglich verkaufen. Damit solle sichergestellt werden, dass das Land seine Spitzenposition in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung behält.
Darüber hinaus betonte Blessing, eine Rentenreform sei ein entscheidender Schritt, um mehr Kapital nach Deutschland zu lenken. Er regte an, die kapitalgedeckten Altersvorsorge auszubauen, um den Kapitalmarkt zu stärken und so das Unternehmenswachstum zu unterstützen. Zudem setzte er sich für einen verstärkten Einsatz öffentlich-privater Partnerschaften bei Infrastrukturprojekten ein.
Die Vorschläge des Investitionsbeauftragten zielen sowohl auf aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen als auch auf langfristiges Wachstum ab. Anpassungen bei den Gesundheitsreformen und im Rentensystem könnten private Investitionen anregen, während eine engere Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft die Infrastrukturentwicklung vorantreiben könnte.






