Bochum will Taxipreise reformieren – um gegen Uber zu bestehen
Bochum prüft Reform der Taxipreise, um mit Fahrdienstvermittlern wie Uber konkurrieren zu können
Die Stadt Bochum erwägt Änderungen bei der Preisgestaltung für Taxis, um im Wettbewerb mit digitalen Fahrdienstvermittlern wie Uber besser bestehen zu können. Die hiesige FDP hat vorgeschlagen, Taxifahrern zu erlauben, niedrigere Tarife festzulegen und mit Kunden vor Fahrtantritt Pauschalpreise zu vereinbaren. Diese Neuerung könnte dem lokalen Taximarkt mehr Flexibilität verleihen.
Der Plan der Freien Demokraten sieht vor, dass Taxifahrer – ähnlich wie bei Uber – Preise im Voraus aushandeln dürfen. Zudem könnte die Partei eine Petition starten, um die Reformen voranzutreiben. Die Bochumer Verwaltung zeigt sich offen für eine Anpassung der Vorschriften, eine Mindestpreisregelung für Fahrdienstvermittler steht jedoch derzeit nicht zur Debatte.
Um das neue System auszugestalten, hat die Stadt ein Gutachten zu möglichen Tarifmodellen in Auftrag gegeben. Eine endgültige Entscheidung über das Modell wird bis zum Spätsommer erwartet. In der Nachbarstadt Essen hingegen wurden in den vergangenen zwölf Monaten weder Diskussionen über Fahrpreise bei digitalen Vermittlern geführt noch entsprechende Maßnahmen eingeführt.
Im Mittelpunkt der Bochumer Debatte steht die Frage, wie ein fairer Wettbewerb zwischen traditionellen Taxis und appbasierten Anbietern gestaltet werden kann. Anders als in Essen setzt man dabei nicht auf neue Auflagen für Uber oder ähnliche Plattformen, sondern auf eine Anpassung der Taxiregeln.
Falls die Reform beschlossen wird, könnten Bochums Taxiunternehmen ihre Preise künftig flexibler gestalten. Ziel der Stadt ist es, die Spannungen bei der Preisgestaltung zwischen Taxis und Fahrdienst-Apps zu entschärfen. Eine abschließende Entscheidung über die Änderungen soll in den nächsten Monaten fallen.






