Bottrop saniert 2026 Scharnhölzstraße für mehr Verkehrssicherheit an gefährlichen Kreuzungen
Klaudia GnatzBottrop saniert 2026 Scharnhölzstraße für mehr Verkehrssicherheit an gefährlichen Kreuzungen
Bottrop plant 2026 Sanierung der Scharnhölzstraße zur Verbesserung der Verkehrssicherheit
Ab Anfang 2026 soll in Bottrop die Scharnhölzstraße umgebaut werden, um die Sicherheit an ihren unfallträchtigen Kreuzungen zu erhöhen. Den Anstoß für diese Maßnahme gab eine Überprüfung der Sichtverhältnisse – ausgelöst durch einen tödlichen Unfall in Warendorf, bei dem mangelnde Einsehbarkeit eine entscheidende Rolle spielte. Nun will die Stadt Bottrop ähnliche Risiken verhindern.
Das Tiefbauamt der Stadt Bottrop prüft derzeit alle Kreuzungen auf die Einhaltung der geforderten Sichtfelder. Die entsprechenden Vorgaben sind in den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RaSt 06) festgelegt: Demnach müssen Autofahrer, die auf eine Hauptstraße abbiegen, klare Sichtdreiecke vorfinden. Bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h beträgt die erforderliche Länge der Dreiecksschenkel 30 Meter, bei 40 km/h sind es 50 Meter und bei 50 km/h sogar 70 Meter.
Priorisiert werden die Baumaßnahmen nach Verkehrsaufkommen und Unfallhäufigkeit. Den Anfang macht die stark befahrene und unfallbelastete Scharnhölzstraße. Es folgen die Horster Straße und die Aegidistraße, für die in Kürze Ausschreibungen erfolgen sollen.
Hintergrund der Initiative ist ein tödlicher Unfall in Warendorf, bei dem Stadtmitarbeiter wegen fahrlässiger Tötung angeklagt wurden – unter anderem wegen unzureichender Sichtverhältnisse an der Unfallstelle. Um ähnliche rechtliche Konsequenzen zu vermeiden, vermisst das Bottroper Tiefbauamt nun systematisch die Sichtdreiecke an allen Kreuzungen und leitet bei Bedarf notwendige Sicherheitsmaßnahmen an die Straßenverkehrsbehörde weiter.
Ziel der Umbaumaßnahmen ist es, dass alle Kreuzungen den Sicherheitsvorschriften entsprechen. Durch die voraussichtliche Beseitigung von Sichtbehinderungen will Bottrop nicht nur Unfälle reduzieren, sondern auch mögliche juristische Folgen abwenden. Die ersten Arbeiten beginnen voraussichtlich Anfang 2026 an der Scharnhölzstraße.






