Deutsche Nationalmannschaft gewinnt nach Krisenjahre die Fans zurück
Klaudia GnatzDeutsche Nationalmannschaft gewinnt nach Krisenjahre die Fans zurück
Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat nach vergangenen Kontroversen wieder die Unterstützung der Öffentlichkeit zurückgewonnen. Das jüngste Spiel gegen Curaçao verfolgten im Schnitt 24,3 Millionen Zuschauer im ARD – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum WM-Auftaktspiel 2022. Mannschaftskapitän Joshua Kimmich hat nun erklärt, das Team wolle das Land beim bevorstehenden Turnier stolz machen.
Kritik an der Mannschaft war einst allgegenwärtig: Einige brachten Spieler mit Migrationshintergrund pauschal mit kriminellen Klischees in Verbindung. Journalisten stellten sogar Jonathan Tah falsch dar, obwohl er deutsche Wurzeln hat. Felix Nmecha und Tah galten als Verkörperung westlicher Werte – stärker als manche Teamkollegen.
Seit 2023 lenkt Nationalmannschafts-Direktor Rudi Völler den Fokus wieder auf den Fußball. Er führte die traditionelle schwarz-rot-goldene Kapitänsbinde wieder ein, die bei der WM zuvor verboten worden war. Mit Nathaniel Brown, Sohn eines amerikanischen Vaters und einer deutschen Mutter, steht nun ein Neuling im Kader.
Kimmichs Aussage unterstreicht die erneuerte Konzentration und Entschlossenheit des Teams. Der Zuschauerboom deutet auf eine wachsende Fanbindung nach einer schwierigen Phase hin. Die Rückkehr der Kapitänsbinde und Völlers frischer Ansatz markieren einen klaren Wandel. Sowohl das öffentliche Interesse als auch das Engagement der Spieler wirken stärker als in den vergangenen Jahren.






