18 March 2026, 01:08

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit 18 Monaten untätig – jetzt wächst der Druck

Ein Plakat, das einen Zoo in München, Deutschland, bewirbt und ein Leopard und eine Hauskatze zeigt, mit Textinformationen über den Zoo.

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd bleibt seit 18 Monaten untätig – jetzt wächst der Druck

Dortmunds Ethikkommission zur Großwildjagd steht wegen Untätigkeit in der Kritik

Die 2023 nach langen Debatten im Stadtrat gegründete Kommission hat seit mindestens 18 Monaten nicht mehr getagt. Angesichts der bevorstehenden Messe Jagd und Hund wächst nun der Druck, dass das Gremium endlich aktiv wird.

Eigentlich sollte die Kommission die ethischen Aspekte des Verkaufs von Jagd-Safaris und deren Auswirkungen auf den Artenschutz bewerten. Doch laut Oberbürgermeister gibt es keine Protokolle oder Beschlüsse – die Dokumentation sei unvollständig.

Der Stadtrat fordert nun, dass sich die Kommission noch vor der Sommerpause konstituiert. Die politische Unterstützung ist gespalten: Grünen, SPD, Linke und kleinere Fraktionen drängen auf eine baldige Sitzung. Die CDU würde sich mit einem späteren Termin zufriedengeben, während die AfD die Kommission komplett ablehnt.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Mit der nahenden Jagd-und-Hund-Messe muss Dortmunds Führung nun entscheiden: Wird die Kommission endlich Antworten liefern – oder weiter untätig bleiben?

Die ausbleibenden Fortschritte lassen zentrale Fragen offen. Falls das Gremium vor der Sommerpause nicht handelt, könnte die Debatte über Jagdethik weiter ins Stocken geraten. Die anstehende Messe verstärkt die Forderungen nach Transparenz und konkreten Ergebnissen.

AKTUALISIERUNG

Jagd & Hund 2026 findet ohne ethische Aufsicht statt, da die Kommission inaktiv bleibt

Die 45. Jagd & Hund-Messe fand vom 27. Januar bis 1. Februar 2026 in den Westfalenhallen in Dortmund statt und bot 700+ internationale Aussteller und Veranstaltungen wie das Wild Food Festival. Die Highlights waren:

  • 33 Zuchtvereine für Hunde, die 59 Rassen präsentierten.
  • Workshops, Messer-Demonstrationen und der Deutsche Meisterschaft der Hirschrufer-Wettbewerb.
  • Keine öffentliche Erwähnung der Rolle der gestrandeten Ethikkommission bei der Regulierung von Safari-Verkäufen oder Artenschutz.