Drei Industriedenkmal-Netzwerke in NRW bündeln ihre Kräfte für mehr Kulturtourismus
Klaudia GnatzDrei Industriedenkmal-Netzwerke in NRW bündeln ihre Kräfte für mehr Kulturtourismus
Drei große Industriedenkmal-Netzwerke in Nordrhein-Westfalen haben sich in einem neuen Kooperationsabkommen zusammengeschlossen. Die Unterzeichnung fand im LVR-Industriemuseum, der Hendrichs-Druckerei in Solingen, statt. Ziel der Partnerschaft ist es, die überregionalen Verbindungen zu stärken und den Kulturtourismus an den historischen Industrieorten der Region zu fördern.
Das Abkommen vereint die Netzwerke Industriekultur Bergisches Land, WasserEisenLand und die Route der Industriekultur. Bei der Zeremonie vertrat Sandra Brauer, Direktorin des Bergischen Museums, das Bergische Land. Gemeinsam werden die drei Organisationen künftig Projekte entwickeln, Ressourcen teilen und neue Besuchererlebnisse schaffen.
Die Route der Industriekultur ist eine 400 Kilometer lange Themenroute, die 57 geschützte Industriedenkmäler im Ruhrgebiet verbindet. Zu den bekanntesten Orten zählen die Zeche Zollverein in Essen – ein UNESCO-Weltkulturerbe und Europas größtes ehemaliges Steinkohlebergwerk – sowie der Landschaftspark Duisburg-Nord. Das Netzwerk Industriekultur Bergisches Land hingegen konzentriert sich auf die Bewahrung und Vermittlung der industriellen Vergangenheit der Region durch Forschung, Dokumentation und Tourismus.
Konkrete Pläne für 2026 sind bereits in Arbeit, darunter gemeinsame Veranstaltungen und Publikationen. Unterstützung erhält die Partnerschaft vom Bundesverband der Deutschen Industriekultur (BIKD) und der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH). Beide Organisationen lobten die Initiative als wichtigen Schritt hin zu einer engeren regionalen Zusammenarbeit.
Das Bergische Land, Südwestfalen und das Ruhrgebiet verbinden eine lange Geschichte industrieller Innovation. Das neue Bündnis baut auf diesen historischen Verbindungen auf und will Besuchern ein noch umfassenderes, vernetztes Erlebnis des kulturellen Erbes der Region bieten.
Das Kooperationsabkommen bringt zentrale Akteure zusammen, die sich für die Bewahrung des industriellen Erbes Nordrhein-Westfalens einsetzen. Gemeinsame Projekte und gebündeltes Fachwissen sollen die touristischen Möglichkeiten erweitern und das öffentliche Interesse an der Regionalgeschichte vertiefen. Erste Ergebnisse dieser Partnerschaft werden voraussichtlich 2026 präsentiert.






