25 May 2026, 02:12

Düsseldorf gedenkt 25 Jahre nach den antisemitischen Anschlägen von 2000

25 Jahre zuvor: Brandanschlag auf Düsseldorfer Synagoge

Düsseldorf gedenkt 25 Jahre nach den antisemitischen Anschlägen von 2000

Vor 25 Jahren wurde Düsseldorf innerhalb weniger Monate von zwei erschütternden antisemitischen Anschlägen erschüttert. Die Vorfälle hinterließen tiefe Wunden in der jüdischen Gemeinschaft der Stadt und lösten bundesweite Proteste aus. Noch heute ringt die Gemeinschaft mit Ängsten und der Notwendigkeit, wachsam zu bleiben.

Der erste Anschlag ereignete sich am 27. Juli 2000, als eine Bombe am S-Bahnhof Wehrhahn explodierte. Zehn Menschen wurden verletzt, darunter sechs Mitglieder jüdischer Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest, doch wurde er später mangels Beweisen freigesprochen.

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Nur zwei Monate später, am 2. Oktober 2000, zündeten Brandstifter die Düsseldorfer Synagoge an. Das Feuer richtete erheblichen Sachschaden an, doch es gab keine Verletzten. 2001 wurden zwei Männer wegen ihrer Beteiligung an dem Anschlag verurteilt.

Die Gewalt löste in ganz Deutschland Empörung aus. Solidaritätskundgebungen füllten die Straßen, tausende Menschen verurteilten den Antisemitismus. Doch trotz der öffentlichen Unterstützung vermeiden es viele jüdische Bewohner bis heute, sich offen als solche zu erkennen – aus Angst.

Michael Szentei-Heise, ehemaliger Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, hat immer wieder die Bedeutung von Wachsamkeit betont. Seine Warnungen spiegeln die anhaltende Unruhe innerhalb der Gemeinschaft wider.

In diesem Jahr fällt der Jahrestag des Synagogenanschlags mit Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Hamas-Terrorangriffs vom 7. Oktober 2023 zusammen. Die jüdische Gemeinde wird beider Opfergruppen in einer gemeinsamen Zeremonie gedenken.

Die Anschläge des Jahres 2000 bleiben ein schmerzhaftes Kapitel in der Düsseldorfer Geschichte. Zwar gab es Verurteilungen für den Brandanschlag auf die Synagoge, doch der Bombenanschlag blieb ungeklärt. Für viele besteht die Angst vor Antisemitismus fort – und prägt, wie die Gemeinschaft erinnert und nach vorn blickt.

Dieser Bericht wird am 2. Oktober 2025 um 19:30 Uhr in der Sendung Lokale Zeit aus Düsseldorf ausgestrahlt.

Quelle