18 June 2026, 12:13

Düsseldorf stoppt Milliarden-Opernhaus – Rostock setzt auf Theater-Neubau

Es gibt immer noch den bescheidenen Modernismus im Osten und Westen

Düsseldorf stoppt Milliarden-Opernhaus – Rostock setzt auf Theater-Neubau

Düsseldorf hat die Pläne für ein neues, vom Architekturbüro Snøhetta entworfenes Opernhaus im Wert von einer Milliarde Euro aufgegeben. Damit bleibt das bestehende Nachkriegstheater der Stadt vorerst erhalten. Unterdessen treibt Rostock ein eigenes großes Theaterprojekt voran.

Ursprünglich wollte Düsseldorf sein aktuelles Opernhaus durch einen spektakulären Neubau von Snøhetta ersetzen. Doch als die Kosten auf geschätzte 1,8 Milliarden Euro anstiegen, stoppte die Stadt das Vorhaben. Das für den Neubau vorgesehene Gelände am Wehrhahn ist nun wieder in städtischer Hand. Oberbürgermeister Stephan Keller schlägt stattdessen eine Modernisierung des bestehenden Bonatz-Baus am Hofgarten vor – die Sanierungskosten werden auf 400 bis 500 Millionen Euro veranschlagt.

In Rostock steht das historische Volkstheater seit 1943 und entwickelte sich später zu einem markanten Beispiel ostdeutscher Moderne. Berühmtheit erlangte das Haus als Spielstätte der Uraufführung von Peter Weiss’ Marat/Sade im Jahr 1965. Die regierende CDU erwog einst, das Theater für Neubauten abzureißen, doch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Schwerin stellte große Teile des Gebäudes unter Schutz. Nun errichtet das Berliner Büro Hascher Jehle für 208 Millionen Euro ein neues Theater in der Stadt.

Während Düsseldorf sein Opernhaus-Projekt zugunsten einer Sanierung des Bestands aufgibt, bleibt Rostocks geschütztes Volkstheater erhalten – ergänzt durch einen Neubau in der Nähe. Beide Städte gestalten ihre Kulturräume neu, ohne dabei auf teure Neubauten zu setzen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle