31 May 2026, 06:13

Energiewende-Monitoring: Warum der neue Bericht für Streit sorgt

Bundesregierung gibt Informationen zum Energieübergangsmonitoring-Ausschreibungsverfahren bekannt

Energiewende-Monitoring: Warum der neue Bericht für Streit sorgt

Ein neuer Monitoring-Bericht zur Energiewende wurde der Bundesregierung vorgelegt – doch seine Erstellung und Transparenz werfen Fragen auf. Die Linksfraktion im Bundestag forderte nach Bekanntwerden enger Zeitvorgaben und möglicher Interessenkonflikte Aufklärung, doch die Antwort der Regierung ließ zentrale Punkte offen.

Das Verfahren begann am 12. Juni, als der Auftrag zur Erstellung des Berichts an die BET Consulting weitergeleitet wurde. Aufgrund des knappen Zeitrahmens vergab das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den Auftrag im Rahmen eines bestehenden Rahmenvertrags. Den Zuschlag erhielt das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln (EWI), das den Auftrag in Konsortialführung mit BET Consulting umsetzte.

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Der Bericht umfasste Analysen zum Strombedarf, zur Versorgungssicherheit und zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Zudem wurden der Netzausbau, die Digitalisierung und die Wasserstoffinfrastruktur bewertet. Angesichts der Dringlichkeit wurde eine Metaanalyse in Auftrag gegeben, um die Frist einzuhalten.

Am 9. September reichte die Linksfraktion eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung ein. Darin forderte sie Auskunft über Kontakte, Treffen und Vereinbarungen im Zusammenhang mit dem Bericht zwischen September 2015 und August 2025. Die Antwort der Regierung enthielt die angefragten Informationen jedoch nicht.

Zudem erklärte die Regierung, ihr lägen keine Erkenntnisse über personelle Überschneidungen zwischen EWI-Mitarbeitenden und aktuellen oder ehemaligen Auftraggebern der Berichte vor. Der fertige Monitoring-Bericht wurde schließlich am 15. September von BET Consulting und dem EWI offiziell eingereicht.

Der Bericht liegt nun vor, doch offene Fragen zur Erstellung und Kontrolle bleiben bestehen. Die fehlende Transparenz der Bundesregierung bei zentralen Treffen und möglichen Interessenkonflikten hinterlässt Lücken. Dennoch werden die Ergebnisse eine Rolle bei der Gestaltung künftiger Energiepolitiken spielen.

Quelle