Essen baut riesigen Solar-Carport auf dem Messegelände für 11 Megawatt Ökostrom
Klaudia GnatzEssen baut riesigen Solar-Carport auf dem Messegelände für 11 Megawatt Ökostrom
Essen treibt den Ausbau von Freiflächen-Solaranlagen in der gesamten Stadt voran. Die Initiative ist Teil der Klimaziele im Rahmen des Nachhaltigen Energie- und Klimaschutzaktionsplans (SECAP). Ein zentrales Projekt – ein Solar-Carport auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen – soll bald Realität werden.
Die Stadt hat 29.840 potenzielle Teilflächen für Freiflächen-Photovoltaikanlagen (PV) identifiziert. Um wirtschaftlich tragfähig zu sein, muss jede Fläche mindestens einen Hektar umfassen und eine installierte Leistung von mindestens 1.000 Kilowatt-Peak (kWp) aufweisen. Sechs Standorte wurden nun für eine abschließende Eignungsprüfung vorselektiert.
Der Solar-Carport auf dem Parkplatz P10 der Messe Essen wird sich über etwa 19 Hektar erstrecken. Rund 25.000 Solarmodule sollen dort installiert werden und eine Gesamtleistung von etwa 11 Megawatt-Peak (MWp) erbringen. Nach Fertigstellung wird die Anlage voraussichtlich jährlich rund 11.000 Megawattstunden (MWh) Strom produzieren – das entspricht einer CO₂-Einsparung von etwa 5.000 Tonnen pro Jahr.
Der Baubeginn für das Carport ist für den Herbst 2026 geplant. Die Strategie steht im Einklang mit den Zielen der Bundesregierung für erneuerbare Energien, wie sie im Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 (EEG 2023) festgeschrieben sind. Seit Januar 2022 fördert Essen zudem die Installation von Dach-Solaranlagen auf privaten Gebäuden und stärkt so seine Bemühungen im Bereich grüner Energie.
Der Ausbau von Freiflächen-PV-Anlagen soll Essen helfen, seine Klimaverpflichtungen zu erfüllen. Der Solar-Carport auf dem Messe-Gelände markiert einen wichtigen Schritt in Richtung erneuerbare Energieerzeugung. Sobald er in Betrieb ist, wird er sowohl zur lokalen Nachhaltigkeit als auch zu den nationalen Ausbauzielen für erneuerbare Energien beitragen.






