14 April 2026, 20:13

Eurobahn stabilisiert Betrieb: Nur noch 4–5 Prozent Zugausfälle nach Fahrplankrise

Alte Ansichtskarte zeigt den Bahnhof Germersheim in Deutschland mit Menschen, Fahrzeugen, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Eurobahn stabilisiert Betrieb: Nur noch 4–5 Prozent Zugausfälle nach Fahrplankrise

Eurobahn hat Zugausfälle auf nur noch 4–5 Prozent der geplanten Verbindungen reduziert, nachdem monatelange Störungen den Betrieb belastet hatten. Der Bahnbetreiber, der Strecken in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den Niederlanden bedient, kämpfte zu Beginn des Jahres mit massivem Personalmangel. Die Probleme zwangen das Unternehmen im April 2024 zu drastischen Fahrplankürzungen, um die Zuverlässigkeit zu stabilisieren.

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Im April 2024 strich Eurobahn die Taktdichte auf einigen Linien um bis zu 40 Prozent zusammen – verursacht durch den Mangel an qualifiziertem Personal. Karsten Schulz, technischer Geschäftsführer des Unternehmens, bestätigte die Einschnitte. Betroffen waren unter anderem die Regionalbahn RB89 zwischen Paderborn und Münster, wo der Takt auf nur noch eine Verbindung pro Stunde reduziert wurde. Ziel der Maßnahme war es, die Pünktlichkeit nach anhaltenden Ausfällen zu verbessern.

Durch gezielte Einstellungs- und Schulungsoffensiven konnte Eurobahn die Ausfallquote inzwischen auf 4–5 Prozent der geplanten Zugkilometer senken. Bis Dezember 2025 soll der vollständige Fahrplan wiederhergestellt werden. Weitere Verbesserungen werden mit der Fahrplananpassung im Dezember 2024 erwartet.

Unterdessen sucht der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) einen Käufer für Eurobahn. Nils Werner, Leiter der Abteilung Markt & Kunden beim NWL, betonte, dass ein zuverlässiger Betrieb entscheidend sei, um Investoren zu gewinnen. Die politischen Vereinbarungen und Streckenverträge laufen bis 2032 aus, was dem NWL bis zur Jahreswende 2027/2028 Zeit lässt, einen Verkauf abzuschließen.

Die Fahrplankürzungen und Erholungsbemühungen von Eurobahn fallen in eine Phase, in der der NWL die Zukunft des Betreibers sichern will. Die Rückkehr zum vollen Fahrplanangebot im Dezember 2025 wird das Ende der im April 2024 eingeführten Taktreduzierungen markieren. Investorengespräche und Fahrplananpassungen werden den weiteren Weg des Unternehmens bis zum Stichtag 2032 prägen.

Quelle