Europas SAF-Ziele 2025: Nachhaltige Flugkraftstoffe im Aufwind und unter Druck
Evi NergerEuropas SAF-Ziele 2025: Nachhaltige Flugkraftstoffe im Aufwind und unter Druck
Europas Vorstoß für nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) zeigt 2024 rasche Fortschritte. Über 46 Flughäfen – vor allem in den USA und Europa – setzen mittlerweile SAF gemäß den EU-Vorgaben ein. Der Anteil des nachhaltigen Kraftstoffs am Gesamtverbrauch verdoppelte sich auf dem Kontinent von 0,6 % im Jahr 2023 auf 2 % im vergangenen Jahr, und weiteres Wachstum wird bis 2025 erwartet.
Die EU hat klare Ziele für die Einführung von SAF festgelegt: Bis 2025 müssen 2 % des Kraftstoffs an Regionalflughäfen nachhaltig sein, bis 2030 steigt dieser Anteil auf 6 %. Zudem soll synthetischer eSAF ab 2030 mindestens 1,2 % des Gesamtkraftstoffs ausmachen, bis 2035 dann 5 %. Diese Vorgaben bleiben laut einem hochrangigen EU-Vertreter unverändert – er betonte, es gelte, den eingeschlagenen Kurs beizubehalten.
Florian Guillermet, Direktor der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA), bestätigte, dass Europa das 2 %-Ziel für SAF bis 2025 voraussichtlich erreichen oder sogar übertreffen werde. Er wies Spekulationen über eine Lockerung der eSAF-Vorgaben zurück und erklärte, es gebe keine Rechtfertigung für eine Anpassung. Allerdings fordert die Vereinigung Airlines for Europe (A4E) eine Reduzierung der eSAF-Anforderungen und verweist dabei auf Lieferengpässe und hohe Kosten.
Daten der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) zeigen, dass weltweit bereits 46 Flughäfen SAF nutzen, ohne dass bestimmte Airlines als Vorreiter hervorgehoben wurden. Die EU bleibt bei ihren Zielen unnachgiebig – Beamte bestehen darauf, dass die Vorgaben sowohl notwendig als auch umsetzbar seien.
Die SAF-Ziele der EU werden wie geplant vorangetrieben, wobei die Ziele für 2025 bereits in Reichweite sind. Nun müssen Airlines und Aufsichtsbehörden die Herausforderungen bei Versorgung und Kosten bewältigen, um die strengeren Anforderungen für 2030 und 2035 zu erfüllen. Der Druck hin zu grüneren Flugkraftstoffen hält an – gestützt durch nachweisbare Fortschritte an zentralen Flughäfen.






