28 March 2026, 20:15

FDP im Machtkampf: Dürr oder Höne – wer kann die Partei retten?

Deutsches Propagandaplakat der NSDAP mit zwei Männern auf einem Sofa.

FDP im Machtkampf: Dürr oder Höne – wer kann die Partei retten?

Die Freie Demokratische Partei (FDP) steht vor einem Führungsstreit, nachdem sich zwei Kandidaten um die Nachfolge von Christian Dürr bewerben. Sein Rücktritt folgt auf eine Reihe enttäuschender Wahlergebnisse, darunter Niederlagen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Angesichts von Kritik des ehemaligen Mitglieds Volker Wissing diskutiert die Partei nun über ihre künftige Ausrichtung.

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Christian Dürr hatte im Mai 2025 den FDP-Vorsitz übernommen und eine liberale Agenda vorangetrieben, die auf Bürokratieabbau, Wirtschaftswachstum und eine Reform der Migrationspolitik abzielte. Unter seiner Führung blieb die Partei ihrer konfrontativen Haltung in Steuerfragen und bei der Digitalisierung treu – ähnlich wie während der Ampelkoalition von 2021 bis 2025. Dennoch gelang es der FDP nicht, die Wählergunst zurückzugewinnen; bei jüngsten Landtagswahlen verfehlte sie die Fünf-Prozent-Hürde.

Nach den Wahlniederlagen in Baden-Württemberg (4,4 Prozent am 8. März 2026) und Rheinland-Pfalz (2,1 Prozent am 22. März 2026) kündigte Dürr Ende Mai seinen Rücktritt an. Nun bewirbt er sich erneut um den Vorsitz und argumentiert, die Partei brauche eine "klare Kursbestimmung". Kritiker hingegen zweifeln daran, ob seine Politik ausreichend Vertrauen zurückgewonnen hat.

Der ehemalige FDP-Generalsekretär Volker Wissing hatte die Partei nach dem Scheitern der Koalition unter Bundeskanzler Olaf Scholz verlassen. Obwohl er als parteiloser Minister im Amt blieb, übt er seitdem scharfe Kritik an der FDP: Sie habe sich zu weit nach rechts bewegt, ohne damit Wähler zurückzugewinnen. Wissing fordert eine überzeugende Zukunftsvision für die Partei.

Im nun anstehenden Führungsduell trifft Dürr auf Henning Höne; die Entscheidung soll auf dem Parteitag im Mai fallen. Wissing appelliert an die Delegierten, einen Weg zu wählen, der den Wählern eine klare und zukunftsweisende Alternative bietet.

Die FDP wird ihren neuen Vorsitzenden im Mai bestimmen – unter dem Druck, den Absturz in den Umfragen zu stoppen. Dürrs radikale Reformpläne konnten die Unterstützung bisher nicht zurückgewinnen, während Wissings Forderung nach einer klaren Vision die internen Spannungen offenlegt. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die Partei in der deutschen Politik wieder an Bedeutung gewinnt.

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