FMO stoppt Startbahnverlängerung – jetzt entsteht NRWs größtes Solarkraftwerk
Klaudia GnatzFMO stoppt Startbahnverlängerung – jetzt entsteht NRWs größtes Solarkraftwerk
Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) stoppt umstrittene Startbahnverlängerung – stattdessen entsteht Nordrhein-Westfalens größtes Solarkraftwerk
Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) hat sein umstrittenes Projekt zur Verlängerung der Startbahn aufgegeben. Stattdessen wird dort nun das größte Solarkraftwerk Nordrhein-Westfalens gebaut. Die Entscheidung markiert einen Wandel von Expansionsplänen hin zur Förderung erneuerbarer Energien.
Jahre lang hatte der Flughafen eine Verlängerung der Startbahn geplant. Umweltverbände, darunter der NABU, lehnten das Vorhaben vehement ab. Ihre Kritik richtete sich vor allem gegen die Klimafolgen und den Eingriff in den Naturschutz.
Das ursprünglich für die Erweiterung vorgesehene Gelände – 70 Hektar Ackerland – wird nun für das Solarkraftwerk genutzt. Die Anlage entsteht in der Gemeinde Greven und soll 2028 in Betrieb gehen. Fertiggestellt wird sie sowohl den Flughafen als auch einen benachbarten Industriepark mit Strom versorgen.
Josef Tumbrink, ehemaliger NABU-Landesvorsitzender, begrüßte die Absage der Startbahnpläne. Er bezeichnete den Schritt als Sieg für den Klimaschutz und die heimischen Ökosysteme. Auch Oliver Krischer, Umwelt- und Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, unterstützt das Solarprojekt.
Über die unmittelbare Stromversorgung hinaus hat das Vorhaben langfristige Ziele: Das Solarkraftwerk könnte künftig auch Energie für Elektroflugzeuge liefern und so eine nachhaltige Luftfahrt fördern.
Die Anlage nutzt Fläche, die einst für den Flughafenausbau vorgesehen war. Ab 2028 wird sie erneuerbare Energie für den FMO und ansässige Unternehmen bereitstellen. Die Entscheidung beendet jahrelange Debatten um die Startbahn und treibt gleichzeitig die grüne Energiewende in der Region voran.






