Glasfaserausbau in Deutschland beschleunigt sich durch neue Partnerschaften und Open-Access-Netze
Aneta WilmsenGlasfaserausbau in Deutschland beschleunigt sich durch neue Partnerschaften und Open-Access-Netze
Deutschlands Vorstoß für schnelleres Internet gewinnt an Fahrt – dank neuer Partnerschaften und Netzausbau
Mehrere Großprojekte sind derzeit im Gange, um Zehntausende Haushalte mit Hochgeschwindigkeits-Internet über Glasfaser und VDSL zu versorgen. Betreiber setzen dabei zunehmend auf Open-Access-Modelle, um mehr Kunden zu gewinnen und die Rentabilität zu steigern.
In Nordrhein-Westfalen hat Westconnect in Duisburg ein 100 Kilometer langes Glasfasernetz fertiggestellt, das nun über 1.900 Haushalte in sechs Stadtteilen anschließt. Gleichzeitig kooperiert 1&1 Versatel mit Duisburg CityCom (DCC), um seine Dienste über das 290 Kilometer lange FTTH-Netz von DCC anzubieten – damit werden mehr als 25.000 Adressen abgedeckt.
Auch anderswo geht der Ausbau voran: Das Joint Venture Glasfaser Nordwest von Telekom und EWE arbeitet nun mit den Stadtwerken Osnabrück zusammen, um über 90.000 Haushalte in Osnabrück und Wallenhorst zu versorgen. In Baden-Württemberg wiederum treibt NetCom BW gemeinsam mit der Deutschen Telekom den VDSL-Ausbau voran und erschließt so rund 100.000 Haushalte.
Im Saarland haben OXG, Vodafone und die Landesregierung eine Absichtserklärung unterzeichnet, um FTTH-Anschlüsse für 51.700 Haushalte in Saarbrücken und Völklingen auszubauen. Diese Kooperationen zeigen einen klaren Trend hin zu Open-Access-Netzen, die den Wettbewerb fördern und Betreibern helfen, durch eine größere Kundschaft die Investitionen schneller zu amortisieren.
Die Expansionsvorhaben und Partnerschaften werden Hunderttausenden deutschen Haushalten schnelleres Internet bringen. Zwar gibt es noch keine genauen bundesweiten Abdeckungszahlen, doch die regionalen Projekte deuten auf stetige Fortschritte hin. Die Anbieter setzen weiterhin auf gemeinsame Infrastruktur und offene Netzzugänge, um den Glasfaserausbau nachhaltig zu gestalten.






