Glasfaserausbau in Niederkrüchten bis 2027 auf Eis gelegt
Deutsche Glasfaser stoppt Glasfaserausbau in Niederkrüchten bis mindestens Ende 2027
Das Unternehmen Deutsche Glasfaser hat beschlossen, den Ausbau des Glasfasernetzes in Niederkrüchten vorerst bis mindestens Ende 2027 auszusetzen. Ursprünglich war geplant, das Netz in Elmpt auf rein kommerzieller Basis – also ohne öffentliche Förderung oder umfangreiche lokale Unterstützung – auszurollen. Anwohner mit Fragen zum Projekt wurden aufgefordert, sich direkt an Deutsche Glasfaser zu wenden.
Anfang 2025 hatte das Unternehmen in Elmpt eine erfolgreiche Nachfragebündelung abgeschlossen. Die Aktion hatte genug Kundenverträge gesichert, um den wirtschaftlichen Ausbau eines neuen Glasfasernetzes zu rechtfertigen. Sowohl das Bürgermeisteramt als auch ehrenamtliche Helfer vor Ort hatten sich aktiv für das Vorhaben eingesetzt, in der Hoffnung, die digitale Anbindung der Region zu verbessern.
Doch eine spätere finanzielle Prüfung deckte erhebliche Wirtschaftlichkeitsprobleme auf. Steigende Kosten und Ressourcenengpässe bei Netzbetreibern in ganz Deutschland wurden als zentrale Hürden genannt. Frank Kriegers, der bereits frühere Infrastrukturprojekte in Niederkrüchten begleitet hatte, bestätigte, dass diese Herausforderungen eine entscheidende Rolle spielten. In der Folge strich das Unternehmen die Gemeinde bis 2027 von seinen Ausbauplänen.
Die Entscheidung bedeutet, dass Niederkrüchten vorerst ohne Glasfaserausbau bleibt. Aktuell verfügen bereits über 96 Prozent der Haushalte über einen Internetanschluss mit bis zu 1.000 Mbit/s, fast alle können mindestens 100 Mbit/s nutzen. Für bestehende Verträge oder Anfragen bleibt Deutsche Glasfaser weiterhin der richtige Ansprechpartner.
