Gleisbetritt an Müngstener Brücke legt Bahnverkehr lahm und verursacht hohe Kosten
Klaudia GnatzGleisbetritt an Müngstener Brücke legt Bahnverkehr lahm und verursacht hohe Kosten
Unbefugtes Betreten der Gleisanlagen an der Müngstener Brücke sorgt für massive Zugausfälle
Am Sonntag, dem 8. März, kam es durch einen unerlaubten Gleisbetritt in der Nähe der Müngstener Brücke zu erheblichen Störungen im Bahnverkehr. Zwei Erwachsene und ein Kind betraten gegen 12:05 Uhr die Bahnstrecken, woraufhin die Behörden den Zugverkehr für fast eine Stunde einstellen mussten. Nach Hinweisen von Augenzeugen rückten Einsatzkräfte und die Polizei umgehend an.
Mehrere Zeugen hatten die drei Personen kurz nach Mittag auf den Gleisen beobachtet. Der unbefugte Zutritt führte zur sofortigen Sperrung der Strecke zwischen 12:09 Uhr und 12:50 Uhr, was zu Verspätungen für Reisende führte.
Die Erwachsenen gaben später an, ihre Navigations-App habe sie über die Brücke geleitet. Die Bundespolizei betonte jedoch, dass deutlich sichtbare Verbotszeichen vorhanden seien, die unbedingt zu beachten seien. Gegen beide Erwachsene wurden nun Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Hausfriedensbruchs eingeleitet.
Der Vorfall löste einen Großaufgebot aus: Beamte der Bundespolizei und der Wuppertaler Polizeidirektion rückten an, unterstützt von den Feuerwehren aus Solingen und Remscheid. Die Kosten stiegen schnell an – die Bundespolizei verzeichnete Einsatzkosten in Höhe von 99,60 Euro. Die Wuppertaler Polizeidirektion belastete jeden Erwachsenen mit 118,50 Euro, während die Solinger Feuerwehr etwa 656 Euro für Fahrzeuge und Personal in Rechnung stellte.
Die Stadt Solingen hat bereits einen formellen Kostenbescheid nach dem Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz Nordrhein-Westfalens erlassen. Die Stadt Remscheid prüft derweil noch mögliche Kostenerstattungen, ein Zeitplan für eine Entscheidung steht jedoch noch nicht fest.
Das unerlaubte Betreten der Gleise hatte erhebliche finanzielle und operative Folgen: Die Kosten für Einsatzkräfte und Polizei beliefen sich auf über 870 Euro, während Bahnreisende mit fast einstündigen Verspätungen konfrontiert waren. Die Behörden warnten erneut vor den Gefahren und rechtlichen Konsequenzen, die mit dem Betreten von Bahnanlagen verbunden sind.






