09 June 2026, 16:13

Grenzüberschreitende Feuerwehrtagung stärkt Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden

FFW Schwalmtal: Feuerwehreinsatzleiter-Treffen im Kreis Viersen - Austausch stärkt grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Grenzüberschreitende Feuerwehrtagung stärkt Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Niederlanden

Feuerwehrchefs aus Deutschland und den Niederlanden treffen sich zu jährlicher Konferenz

Am 16. September 2025 kamen Führungskräfte der Feuerwehren aus Deutschland und den Niederlanden in der Feuerwehrwache Waldniel in Schwalmtal zu ihrer jährlichen Tagung zusammen. Die vom Feuerwehrverband Kreis Viersen und der Freiwilligen Feuerwehr Schwalmtal organisierte Veranstaltung brachte Einsatzkräfte zusammen, um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu stärken und lebenswichtige Unterstützungssysteme für Ersthelfer zu erörtern.

Prof. Dr. Helmut Pasch, Vorsitzender des Feuerwehrverbands Kreis Viersen, eröffnete die Tagung mit einem Appell an den regelmäßigen Austausch zwischen den Feuerwehren. Gisela Jackels, stellvertretende Bürgermeisterin von Schwalmtal, betonte in ihrem Grußwort die unverzichtbare Rolle ehrenamtlicher Kräfte in der Notfallbewältigung.

Anschließend skizzierte Dirk Neikes, Leiter der Feuerwehr Schwalmtal, die Tagesordnung und gab Einblicke in Struktur und Arbeitsweise seines Verbandes. An der Konferenz nahmen Vertreter der Feuerwehren aus Kleve, Viersen sowie der niederländischen Brandweer Veiligheidsregio Limburg-Noord teil.

Ein zentrales Thema war die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV-E) für Einsatzkräfte. Prof. Dr. Lars Tutt und Caroline Jansen hielten einen Vortrag über deren Bedeutung nach traumatischen Ereignissen. In Arbeitsgruppen wurde später diskutiert, wie eine solche Unterstützung in den Kreisen Kleve und Viersen sowie bei den niederländischen Feuerwehren in Limburg-Noord organisiert wird.

Die Teilnehmer reflektierten zudem über vergangene grenzüberschreitende Waldbrände, die die Notwendigkeit enger Zusammenarbeit und persönlicher Vernetzung zwischen den Behörden unterstrichen. Die nunmehr seit drei Jahrzehnten stattfindende Tagung ist dabei weniger eine Reaktion auf aktuelle Risikoanalysen als vielmehr eine bewährte Tradition.

Die Gespräche bestätigten die Bedeutung gemeinsamer Strategien und gegenseitiger Unterstützung in der Notfallbewältigung. Die Feuerwehrchefs beider Länder verließen die Veranstaltung mit einem vertieften Verständnis für psychosoziale Betreuungssysteme und gestärkten Bindungen für die künftige Zusammenarbeit. Die nächste Tagung soll diese Austausche vertiefen, um die grenzüberschreitende Notfallvorsorge weiter zu verbessern.

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