Großrazzia des Zolls deckt illegale Beschäftigung und Sozialbetrug im NRW-Bausektor auf
Branko TlustekGroßrazzia des Zolls deckt illegale Beschäftigung und Sozialbetrug im NRW-Bausektor auf
Zollbeamte haben in Nordrhein-Westfalen groß angelegte Kontrollen im Bausektor durchgeführt. In vier Kreisen wurden dabei rund 280 Beschäftigte von über 50 Arbeitgebern von mehr als 110 Beamten überprüft. Betroffen waren die Regionen Köln, Rhein-Sieg, Leverkusen und der Rheinisch-Bergische Kreis.
Allein in Köln wurden 123 Mitarbeiter von 51 Betrieben kontrolliert, in Leverkusen 75 Beschäftigte von 11 Arbeitgebern. Im Rheinisch-Bergischen Kreis standen 42 Angestellte aus 11 Unternehmen unter Prüfung, während im Kreis Rhein-Sieg 39 Arbeiter von 15 Betrieben überprüft wurden.
Bei den Kontrollen deckten die Behörden zahlreiche Verstöße auf: Elf Männer verfügten weder über gültige Aufenthalts- noch Arbeitserlaubnisse. In fünf Fällen gab es Hinweise auf Sozialbetrug, in weiteren fünf Fällen wurden nicht gemeldete Sozialabgaben festgestellt. Drei Unternehmen stehen zudem im Verdacht, den gesetzlichen Mindestlohn nicht gezahlt zu haben.
Gegen die elf Männer ohne Papiere sowie ihre Arbeitgeber wurden nun strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet. Die Aktion förderte multiple Verstöße gegen Arbeits- und Einwanderungsrecht zutage. Die zuständigen Stellen leiten rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen ein. Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Probleme in der Baubranche bei der Einhaltung von Arbeits- und Sozialvorschriften.
