26 June 2026, 20:09

Großrazzia gegen mutmaßlichen Lohnbetrug in Münster und Senden

HZA-MS: Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Münster und der Hauptzollstelle Münster: Zwei Festnahmen und mehrere Durchsuchungen aufgrund von Betrug in der Bauwirtschaft

Großrazzia gegen mutmaßlichen Lohnbetrug in Münster und Senden

Großrazzia in Münster und Senden gegen mutmaßlichen Lohnbetrug

In Münster und Senden läuft derzeit eine großangelegte Aktion, um ein mutmaßliches System zum Lohnbetrug zu zerschlagen. Zollbehörden vollstrecken Haftbefehle gegen Personen, denen vorgeworfen wird, Löhne vorenthalten, Untreue begangen und Sozialversicherungsbeiträge hinterzogen zu haben. Im Fokus steht ein Bauunternehmen, das angeblich ohne ordnungsgemäße Anmeldungen oder Versicherungsabgaben betrieben wurde.

Der Hauptverdächtige, ein 33-jähriger Mann, führte das Bauunternehmen, ohne Sozialabgaben oder Arbeitgeberbeiträge zu entrichten. Er soll seinen Wohnsitz verschleiert, Konten ins Ausland verlagert und eine 54-jährige Frau als Strohfrau eingesetzt haben, um seine Machenschaften zu vertuschen. Ein 61-jähriger Mann, der auf den Baustellen des Unternehmens tätig war, wird beschuldigt, das System unterstützt und an der Geschäftsführung mitgewirkt zu haben.

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An der Aktion sind fast 110 Zollbeamte, rund 40 Bundespolizisten sowie Vertreter der Staatsanwaltschaft und der örtlichen Kommunen beteiligt. Die Behörden durchsuchen sieben Objekte – darunter vier Wohnungen und drei Geschäftsräume –, um Beweismaterial zu sichern und gegebenenfalls Gelder zu beschlagnahmen, um staatliche Forderungen zu decken. Der 33-jährige Hauptverdächtige wurde in seiner Wohnung festgenommen, während der 61-Jährige aufgrund eines Haftbefehls in einem anderen Verfahren wegen Bewährungsverstoßes in Gewahrsam genommen wurde.

Die Ermittlungen, die bereits seit Monaten laufen, dauern an. Eine weitere Frau gerät ebenfalls in den Fokus der Ermittler wegen möglicher Verstrickung. Erste Erkenntnisse werden noch im Laufe des Tages erwartet.

Gegen den 33-Jährigen laufen nun Strafverfahren am Landgericht Münster wegen dieser und weiterer mutmaßlicher Straftaten. Die Aktion zeigt das abgestimmte Vorgehen mehrerer Behörden gegen Verstöße im Finanz- und Arbeitsrecht. Weitere Details werden im Verlauf der Ermittlungen bekannt werden.

Quelle