Grüner Stahl aus Australien: PGS setzt auf Thyssenkrupp-Elektrolyseure für klimaneutrale Produktion
Klaudia GnatzGrüner Stahl aus Australien: PGS setzt auf Thyssenkrupp-Elektrolyseure für klimaneutrale Produktion
Progressive Green Solutions (PGS) hat Thyssenkrupp Nucera als bevorzugten Lieferanten für Elektrolyseure im westlichen Australien ausgewählt. Das Mid-West Green Iron-Projekt wird diese nutzen, um ab 2029 grüne Eisenpellets herzustellen. Der Deal markiert einen bedeutenden Schritt für beide Unternehmen in der Produktion von grünem Stahl.
Das Vorhaben befindet sich noch in der frühen Planungsphase. Eine finale Investitionsentscheidung wird darüber bestimmen, ob es voranschreitet. PGS plant den Bau einer Elektrolyseuranlage mit einer Gesamtkapazität von 1,4 Gigawatt, die auf die 20-MW-scalum®-Module von Thyssenkrupp Nucera setzt.
Die Elektrolyseure werden mit regionaler erneuerbarer Energie betrieben und reduzieren die CO₂-Emissionen im Vergleich zur herkömmlichen Stahlherstellung um bis zu 90 Prozent. Als Rohstoff dient Magnetit-Eisenerz aus der Region, aus dem jährlich sieben Millionen Tonnen grüne Eisenpellets produziert werden sollen. Langfristig ist eine Steigerung auf 30 Millionen Tonnen grüne Pellets und zehn Millionen Tonnen grünes HBI (Eisenschwamm) pro Jahr geplant.
Die ersten Exporte sollen 2029 beginnen. Thyssenkrupp Nucera rechnet nicht vor dem Geschäftsjahr 2026/27 mit nennenswerten finanziellen Auswirkungen durch das Projekt. Mit diesem australischen Auftrag hat das Unternehmen nun den Status des bevorzugten Lieferanten für Projekte mit einer Gesamtleistung von über drei Gigawatt weltweit gesichert.
Das Mid-West Green Iron-Projekt zielt darauf ab, die Stahlproduktion durch drastische Emissionsreduktionen zu revolutionieren. Es setzt auf Elektrolyseure mit Ökostrom und regionales Eisenerz. Sollte die finale Investitionsentscheidung fallen, könnte die Initiative einen neuen Maßstab für nachhaltige Stahlherstellung setzen.






