Hamm wird zum europäischen Logistikdrehkreuz mit neuem Trimodal-Terminal
Klaudia GnatzHamm wird zum europäischen Logistikdrehkreuz mit neuem Trimodal-Terminal
Hamm soll nach der Unterzeichnung einer zentralen Vereinbarung mit der METRANS Deutschland GmbH zu einem bedeutenden Logistikdrehkreuz werden. Das Abkommen verwandelt den ehemaligen Rangierbahnhof der Stadt in ein modernes Trimodal-Terminal. Behördenvertreter betonen, dass das Projekt klimafreundliche Transportverbindungen in ganz Europa stärken werde.
Die Stadt Hamm und METRANS haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, um das Gelände zu einem Logistikzentrum auszubauen. METRANS, eine Tochtergesellschaft der HHLA, wird – vorbehaltlich der Genehmigung – einen 27-Prozent-Anteil an der EANG (Eisenbahnverkehrsgesellschaft mbH Altona-Nord) übernehmen. Der Stadtrat von Hamm soll die Änderung der Gesellschafterstruktur voraussichtlich in seiner ersten Sitzung am 3. November bestätigen.
Der Standort bietet entscheidende Vorteile: Er liegt an direkten Ost-West- und Nord-Süd-Schienenverbindungen und ist in der Nähe von Seehäfen und Binnenwasserstraßen gelegen – ideal für die Verknüpfung von Schienen-, Straßen- und Wassertransport. Peter Kiss, Geschäftsführer von METRANS, bezeichnete Hamm als zukünftigen westlichen Knotenpunkt im europäischen Netzwerk des Unternehmens.
Oberbürgermeister Marc Herter nannte das Projekt Multi Hub Westfalen einen entscheidenden Schritt für eine nachhaltige Logistik. HHLA und METRANS, beide führend im schienengestützten Güterverkehr, bringen Fachwissen in die Region ein. Ihr Engagement gilt als bedeutender Impuls für Hamms Rolle in den europäischen Handelsrouten.
Die Vereinbarung stellt eine erhebliche Investition in die Verkehrsinfrastruktur der Stadt dar. Nach der Genehmigung soll das Terminal als zentraler Umschlagplatz für Warenströme in ganz Europa dienen. Das Vorhaben fügt sich in die größeren Bestrebungen ein, klimafreundliche Logistiknetze auszubauen.






