Jens Castrop von Borussia Mönchengladbach für drei Spiele gesperrt
Borussia Mönchengladbachs Mittelfeldspieler Jens Castrop für drei Spiele gesperrt
Der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach, Jens Castrop, muss nach einer roten Karte in einem aktuellen Bundesliga-Spiel eine dreispielige Sperre hinnehmen. Der deutsch-koreanische Profi räumte zwar ein, dass sein Foul an Saël Kumbedi von Bayern München zu hart ausgefallen war, hielt die Strafe jedoch für überzogen. Seine Disziplinbilanz lässt jedoch ein Muster aggressiven Spielverhaltens erkennen, das ihn bereits mehrfach in Schwierigkeiten gebracht hat.
Der Vorfall ereignete sich während eines Ligaspiels gegen den FC Bayern, als Castrop nach einem brutalen Foul an Kumbedi sofort des Platzes verwiesen wurde. Später gab er zu, dass sein Einsatz leichtsinnig gewesen sei, bestritt jedoch, dass dies eine rote Karte gerechtfertigt hätte. Diese jüngste Sperre folgt auf eine Saison in der zweiten Liga, in der er in nur 25 Einsätzen elf gelbe Karten sah.
Castrop, der seit dem vergangenen Herbst fünf Länderspiele für Südkorea bestritten hat, gilt als sicherer Kandidat für den Kader bei der FIFA-Weltmeisterschaft, der am 16. Mai bekannt gegeben wird. Trotz seines kämpferischen Stils versprach er, während des Turniers solche Fehler zu vermeiden. Sein Verein, Borussia Mönchengladbach, muss nun in drei entscheidenden Ligapartien auf ihn verzichten.
Der 26-Jährige hat eine Vorgeschichte mit Disziplinproblemen – frühere Vorfälle warfen immer wieder Fragen zu seinem Umgang mit druckvollen Spielsituationen auf. Zwar wird seine körperbetonte Spielweise als Stärke angesehen, doch seine Neigung, Grenzen zu überschreiten, zieht regelmäßig Kritik von Schiedsrichtern und Experten auf sich.
Durch die Sperre fehlt Mönchengladbach in den anstehenden Spielen ein wichtiger Mittelfeldspieler. Castrops Nominierung für den WM-Kader Südkoreas gilt zwar weiterhin als wahrscheinlich, doch die rote Karte erinnert an die Risiken seines kompromisslosen Spielstils. Der Spieler selbst versprach, bei der WM auf internationaler Bühne mehr Zurückhaltung zu zeigen.






