Kinder kontrollieren Autofahrer in Höxter-Albaxen mit süß-saurer Überraschung
Evi NergerKinder kontrollieren Autofahrer in Höxter-Albaxen mit süß-saurer Überraschung
Kreative Geschwindigkeitskontrolle mit Herz: Kinder und Polizei machen Höxter-Albaxen sicherer
Letzte Woche fand in Höxter-Albaxen eine ungewöhnliche Aktion zur Sensibilisierung für Tempolimits statt. Statt Bußgelder zu verhängen, setzten die örtliche Polizei und Grundschüler auf eine freundliche Mahnung – kombiniert mit süßen oder sauren Überraschungen, je nach Tempo der Autofahrer.
Die Aktion wurde auf der Hansastraße durchgeführt, wo der Verkehr von Stahle in den Ort einbiegt. Ein Team der Kreispolizei Höxter, bestehend aus einem Motorradbeamten und Mitgliedern der Revierstreife, arbeitete Hand in Hand mit 63 Schülern der Schule im Wesertal in Albaxen. Die Kinder – aus einer vierten und zwei dritten Klassen – übernahmen aktiv die Geschwindigkeitskontrolle.
Mit Stopp-Schildern ausgestattet, hielten die jungen Helfer im Laufe des Tages 37 Fahrzeuge an. Wer sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit hielt, erhielt eine Dankeskarte und Süßigkeiten. Raser hingegen bekamen eine Erinnerungskarte – und als "Strafmaßnahme" saure Bonbons. Die höchste gemessene Geschwindigkeit lag bei 58 km/h (erlaubt sind in der Zone 30 oder 50 km/h), doch nur wenige Fahrer missachteten die Regeln.
Im Mittelpunkt der Kampagne stand Aufklärung statt Bestrafung: Es gab weder Geldstrafen noch offizielle Verwarnungen. Stattdessen nutzten die Kinder die Gelegenheit, um den Autofahrern die Gefahren von Raserei zu erklären. Die Reaktionen fielen durchweg positiv aus – bei den Kontrollierten wie bei den kleinen Kontrolleuren.
Die Initiative zeigte, wie Polizei, Schüler und Verkehrsteilnehmer auf ungewöhnliche Weise zusammenarbeiten können. Alle Beteiligten lobten den freundlichen, aber wirkungsvollen Ansatz zur Förderung der Verkehrssicherheit. Das Projekt könnte Schulbeispiel für künftige Aktionen in der Region werden.






