20 June 2026, 16:09

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten müssen mit hohen Strafen rechnen

Festgehalten am Flughafen - Aktivisten angeklagt

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten müssen mit hohen Strafen rechnen

Am Kölner Landgericht sind Anklagen gegen Klimaschutzaktivisten wegen zweier getrennter Protestaktionen am Flughafen Köln/Bonn eingereicht worden. Die Vorfälle ereigneten sich im Juli und August 2024 und führten zu erheblichen Behinderungen des Flugbetriebs. Die Behörden leiten nun rechtliche Schritte ein und streben finanzielle Entschädigungen für die entstandenen Schäden an.

Am 24. Juli 2024 sollen fünf Aktivisten sich laut Vorwurf auf eine Startbahn geklebt und damit den Flugverkehr für drei Stunden zum Erliegen gebracht haben. Jeder der fünf muss nun mit einer Rechnung in Höhe von etwa 4.100 Euro für ihre Beteiligung rechnen. Eine Entscheidung über ein förmliches Verfahren oder einen Prozesstermin steht bisher noch aus.

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Ein zweiter Protest fand am 15. August 2024 statt, als sich zwei Personen an einer Zufahrtsstraße zu einer Startbahn festsetzten. Diese Aktion unterbrach den Flugbetrieb für etwa eine Stunde. Beide sehen sich nun Anklagekosten von knapp 3.250 Euro gegenüber.

Insgesamt werden sechs Personen wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs im Zusammenhang mit diesen Vorfällen angeklagt. Die Fluggesellschaft Eurowings hat angekündigt, Schadensersatz zu fordern, und beziffert ihre Verluste auf fast 284.000 Euro. Auch der Flughafen Köln/Bonn behält sich vor, eigene Forderungen geltend zu machen; die vorläufigen Schäden werden auf etwa 125.000 Euro geschätzt.

Das juristische Verfahren steckt noch in den Anfängen, ein Prozesstermin steht noch nicht fest. Den beteiligten Aktivisten drohen finanzielle Strafen, während Flughafen und Fluggesellschaft Entschädigungen für die betrieblichen und finanziellen Auswirkungen der Proteste anstreben.

Quelle