Köln streitet über Umbenennung von Spielplätzen in "Spiel- und Bewegungsflächen"
Aneta WilmsenKöln streitet über Umbenennung von Spielplätzen in "Spiel- und Bewegungsflächen"
In Köln ist vor der nächsten Sitzung des Stadtrats erneut eine Debatte über die Umbenennung von Spielplätzen aufgeflammt. Ein Vorschlag sieht vor, den Begriff „Spielplatz“ durch „Spiel- und Bewegungsfläche“ zu ersetzen, um auch Jugendliche einzubeziehen. Bürgermeisterin Henriette Reker lehnt die Idee öffentlich ab und bezeichnet die Diskussion als überflüssig.
Vor zwei Jahren hatte der Jugendhilfeausschuss einstimmig beschlossen, die Beschilderung anzupassen. Die Stadtverwaltung argumentiert, der Begriff „Spielplatz“ suggeriere einen Ort ausschließlich für Kinder, während „Spiel- und Bewegungsfläche“ auch ältere Jugendliche ansprechen würde.
Reker hat ihre Haltung deutlich gemacht: Sie hält die Fokussierung auf die Umbenennung für falsch und sieht keinen Bedarf für die Änderung. Der Streitpunkt wird nun am 4. September zur endgültigen Entscheidung in den Stadtrat gebracht.
In der anstehenden Sitzung wird das Gremium über den Antrag abstimmen. Bei einer Zustimmung würden die neuen Schilder eine weiter gefasste Definition der Flächen widerspiegeln. Die Ablehnung der Bürgermeisterin ändert nichts an dem bereits gefassten Ausschussbeschluss.
