09 June 2026, 16:13

Kontrollierte Sprengung bringt 116-Meter-Kühlturm in Gelsenkirchen zu Fall

Uniper sprengt Kühlturm für wasserstoffbereites Kraftwerk in Scholven

Kontrollierte Sprengung bringt 116-Meter-Kühlturm in Gelsenkirchen zu Fall

Kühlturm des Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven durch kontrollierte Sprengung abgerissen

Am 6. September 2025 wurde ein gewaltiger Kühlturm des Kraftwerks Gelsenkirchen-Scholven durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die 116 Meter hohe Konstruktion stürzte ein, nachdem Uniper 60 Kilogramm Sprengstoff eingesetzt hatte, um sie sicher zu Boden zu bringen. Der Abriss markiert einen wichtigen Schritt im Ausstieg des Standorts aus der Kohleverstromung.

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Uniper hatte die Sprengung sorgfältig vorbereitet und eine 300 Meter große Sicherheitszone um das Gelände eingerichtet. Die Detonation erfolgte zwischen 9:00 und 13:00 Uhr, ohne dass Anwohner evakuiert werden mussten. Die Trümmer landeten exakt dort, wo Ingenieure es vorherberechnet hatten.

Der Abriss ist Teil einer umfassenden Strategie zur Dekarbonisierung des Scholven-Standorts, die gleichzeitig die Energieversorgung sichert und Arbeitsplätze erhält. Uniper wird die 11.000 Tonnen Betonschutt vor Ort recyceln, statt sie extern zu entsorgen. Auf dem freigeräumten Gelände entsteht später ein wasserstofftaugliches Gaskraftwerk, das vollständig mit Wasserstoff betrieben werden kann.

Weitere Abrisse sind für die kommenden Jahre geplant. 2025 und 2026 werden das Kesselhaus F und die REA-Anlage abgerissen, während der Kohleblock schrittweise stillgelegt wird.

Mit dem Rückbau des Kühlturms treibt Uniper seine Pläne für eine sauberere Energiezukunft in Gelsenkirchen voran. Das neue Gaskraftwerk, das für den Wasserstoffbetrieb ausgelegt ist, wird die alte Kohleinfrastruktur ersetzen. Weitere Abrisse folgen, während der Standort sich auf die nächste Entwicklungsphase vorbereitet.

Quelle