Landwirt im Rollstuhl meistert Maisernte mit selbstgebautem Kran
Martin Kraemer, ein Landwirt aus Neunkirchen-Seelscheid in Nordrhein-Westfalen, arbeitet trotz Rollstuhl weiter in der Landwirtschaft. Vor 15 Jahren wurde er bei einem Verkehrsunfall querschnittsgelähmt, doch statt aufzugeben, rüstete er seine Maschinen um, um im Beruf zu bleiben. Nun, da die Maisernte kurz vor dem Abschluss steht, arbeitet er lange Tage durch, um rechtzeitig fertig zu werden.
Kraemers Entschlossenheit, weiter als Landwirt zu arbeiten, führte ihn zu einer maßgeschneiderten Lösung: Er investierte 20.000 Euro in einen speziellen Kran, der ihn in seinen Erntemaschine hebt. Dank dieser Anpassung kann er die schweren Geräte trotz seiner Lähmung bedienen.
Mit der Maisernte in der entscheidenden Schlussphase zählt jede Minute. Erst kürzlich arbeitete Kraemer 16 Stunden am Stück, ohne Pause, und steuerte den Häcksler, um die letzten Felder einzubringen. Sein Einsatz zeigt, wie weit er seit dem Unfall gekommen ist, der sein Leben veränderte.
Der 48-Jährige weigerte sich, seine Behinderung zum Karriereende werden zu lassen. Stattdessen fand er Wege, weiter in dem Beruf zu arbeiten, der ihm am Herzen liegt. Seine Geschichte steht für Durchhaltevermögen und praktischen Erfindungsgeist, mit dem er sich seinen Platz in der Landwirtschaft sicherte.
Durch seine umgerüsteten Maschinen und die langen Arbeitstage stellt Kraemer sicher, dass die Ernte rechtzeitig eingebracht wird. Sein Ansatz beweist: Mit den richtigen Anpassungen müssen körperliche Einschränkungen kein Hindernis sein, um in anspruchsvollen Berufen tätig zu bleiben. Nun liegt es an seinem Fleiß und seiner Kreativität, die letzten Schritte der Ernte zu meistern.






