09 June 2026, 02:10

Landwirte kämpfen gegen Dürre: Neue Strategien für trockene Böden und stabile Erträge

Sichere Erträge bei frühsommerlicher Dürre: 8 Tipps für Landwirte

Landwirte kämpfen gegen Dürre: Neue Strategien für trockene Böden und stabile Erträge

Dürre wird für Landwirte zunehmend zur Herausforderung – besonders im Frühling und frühen Sommer. Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft hat nun praktische Strategien veröffentlicht, um den Anbau unter trockenen Bedingungen besser zu bewältigen. Die Leitlinien umfassen Themen von der Bodengesundheit über die Auswahl der Kulturen bis hin zu Düngemethoden.

Böden mit geringem Humusgehalt leiden besonders unter Trockenheit, da sie weniger Feuchtigkeit speichern können. Landwirte können die Wasserspeicherfähigkeit verbessern, indem sie regelmäßig Mist oder Kompost ausbringen, um den Humusanteil zu erhöhen. Ein weiterer zentraler Rat ist die Anpassung der Fruchtfolge an die lokalen Gegebenheiten.

Pflanzen haben unterschiedliche Phasen mit dem höchsten Wasserbedarf. Durch den Anbau von Arten mit versetzten Spitzenbedarfszeiten lässt sich der Wasserverbrauch besser verteilen und das Dürrerisiko verringern. In Regionen, in denen Frühsommertrockenheit häufig auftritt, hat sich der Wechsel von Nachbau-Weizen zu Winterroggen als vorteilhaft erwiesen.

Auch der Einsatz von Herbiziden spielt unter trockenen Bedingungen eine Rolle: Blattwirkstoffe sind bei Wassermangel effektiver als bodenaktive Mittel. Mechanische Unkrautbekämpfung kann eine weitere sinnvolle Alternative sein. Beim Aussäen empfiehlt das Zentrum, den Boden kurz vor der Saat zu bearbeiten und mit Präzisionstechnik für die optimale Ablagetiefe der Samen zu sorgen.

Die Wahl der richtigen Sorte ist ebenfalls entscheidend. Frühreife Sorten kommen besser mit Trockenheit zurecht, erbringen in nassen Jahren jedoch aufgrund geringerer Sonneneinstrahlung oft geringere Erträge. Sorten, die in einer Region stabile Erträge liefern, müssen anderswo nicht zwangsläufig die ertragsstärksten sein.

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Auch die Düngestrategie sollte an trockene Bedingungen angepasst werden. Eine frühe Nährstoffgabe und eine hochwertige Düngung bis zum Entwicklungsstadium EC37/39 helfen den Pflanzen, mit Wasserknappheit besser umzugehen.

Die neuen Richtlinien bieten Landwirten klare Handlungsempfehlungen, um Dürrerisiken wirksamer zu begegnen. Durch die Verbesserung der Bodenqualität, die Auswahl angepasster Kulturen sowie die Optimierung von Aussaat und Düngung lassen sich Ertragsverluste in trockenen Jahren verringern. Die Empfehlungen zielen darauf ab, sowohl die kurzfristige Bewältigung als auch die langfristige Widerstandsfähigkeit in betroffenen Regionen zu stärken.

Quelle