Luxus-Biturbo in Witten beschlagnahmt: 109 Dezibel zu viel für Anwohner
Aneta WilmsenLuxus-Biturbo in Witten beschlagnahmt: 109 Dezibel zu viel für Anwohner
Luxusauto in Witten beschlagnahmt: Anwohner beschweren sich über extrem laute Motorengeräusche
In Witten wurde ein Hochleistungsfahrzeug sichergestellt, nachdem sich Anwohner über unerträglichen Lärm beschwert hatten. Das illegal in der Holbeinstraße abgestellte Auto erreichte bei einer Messung 109 Dezibel – deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert von 82 dB. Die Behörden leiteten daraufhin Ermittlungen wegen eines möglichen Motoreingriffs ein.
Der Besitzer gab zu, dass es sich um ein Biturbo-Modell handele, behauptete jedoch, der Lärmpegel sei für ein solches Fahrzeug normal. Die Beamten vermuten jedoch, dass die Motorsteuerung mit optimierter Software manipuliert wurde, um die Leistung zu steigern. Infolgedessen wurde die Betriebserlaubnis des Wagens für ungültig erklärt.
Zudem stand das Fahrzeug in einem absoluten Halteverbot und behinderte so andere Verkehrsteilnehmer. Nach der Lärmmessung wurde es von der Polizei sofort beschlagnahmt. Dem Halter drohen nun Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen Lärm- und Parkvorschriften.
Die moderne Turbolader-Technologie hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht – elektrifizierte Systeme (E-Turbo) und variable Geometrien sind heute weit verbreitet. Dennoch gelten für zugelassene Fahrzeuge weiterhin strenge Lärmgrenzen.
Das Auto bleibt bis zum Abschluss der Ermittlungen beschlagnahmt. Sollte sich der Verdacht der Manipulation bestätigen, müssen weitere Strafen befürchtet werden. Der Fall zeigt einmal mehr, wie konsequent in Wohngebieten gegen Lärmbelästigung und Parkverstöße vorgegangen wird.






