05 May 2026, 12:13

Merz' erstes Kanzlerjahr: Koalitionskrise und sinkende Umfragen belasten die CDU

Eine Karte Deutschlands aus dem 19. Jahrhundert, die die politischen Grenzen des Landes zeigt, auf altem Papier mit Text oben und unten gedruckt.

Merz' erstes Kanzlerjahr: Koalitionskrise und sinkende Umfragen belasten die CDU

Friedrich Merz hat sein erstes Jahr als Bundeskanzler mit sinkenden Umfragewerten hinter sich gebracht. Seine Koalition mit der SPD steht unter wachsender Spannung, da jüngste Konflikte tiefe Gräben offenbaren. Kritiker werfen ihm vor, mit seiner Haltung die Beziehungen weiter zu verschlechtern, statt die Zusammenarbeit zu stärken.

Merz macht wiederholt die SPD für mangelnde Kompromissbereitschaft verantwortlich und wirft der Partei vor, Fortschritte zu blockieren. Seine Äußerungen haben Gegenreaktionen ausgelöst – Beobachter bezeichnen seine Strategie als Fehlkalkulation, die nach hinten losgehen könnte. Auch innerhalb der eigenen Partei regt sich Widerstand: Einige CDU-Mitglieder fordern einen härteren Kurs gegen die Sozialdemokraten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bildungsministerin Karin Prien kritisierte die „giftige Stimmung“ und stellte fest, dass Union und SPD es „nicht einmal ertragen können, wenn die andere Seite Erfolge verbucht“. Sie betonte, die Berliner Koalition müsse lernen, ihren Partnern Erfolge zuzugestehen, wenn sie regierungsfähig bleiben wolle. CDU-Landeschefs wie Daniel Günther und Hendrik Wüst hätten vorgemacht, wie das funktioniert: Sie ließen Koalitionspartner Erfolge verbuchen, ohne Konflikte zu schüren.

Trotz der Reibereien hat die SPD in zentralen Fragen bereits Zugeständnisse gemacht – etwa bei Migration, Bürgergeld und Renten. Doch Merz’ jüngste Vorwürfe drohen, den Widerstand der SPD weiter zu schüren und die Spaltung innerhalb der CDU zu vertiefen.

Der konfrontative Kurs des Kanzlers hat die Koalitionsbeziehungen belastet und seine eigene Position geschwächt. Angesichts fallender Umfragewerte wächst der Druck, die Taktik zu ändern. Ob die Regierung sich stabilisieren kann, hängt davon ab, ob sie die Schuldzuweisungen überwindet und gemeinsame Lösungen findet.

Quelle