16 April 2026, 10:15

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Barrieren im TV

Ein Mann im Anzug im Rollstuhl spricht zu Reportern mit Kameras und Mikrofonen, mit einem Banner, einer Wand und einer Tür im Hintergrund.

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhl-Nachrichtensprecherin Barrieren im TV

Mirjam Kottmann hat Geschichte geschrieben: Als erste Nachrichtensprecherin im Rollstuhl ist sie nun im deutschen Fernsehen zu sehen. Offiziell begann sie ihre Tätigkeit beim Bayerischen Rundfunk (BR) am 12. Februar – mit jahrzehntelanger Erfahrung im Gepäck. Ihre Berufung markiert einen bedeutenden Moment für mehr Repräsentation in den Medien.

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Kottmanns Weg beim BR begann bereits 1997. Im Laufe der Jahre arbeitete sie für die Rundschau und moderierte später die Radiosendung Leben mit Behinderung. Ihre langjährige Karriere beim Sender ebnete ihr den Weg für die aktuelle Position.

Im Herbst 2023 präsentierte sie eine Probe-Woche als Nachrichtensprecherin. Zuschauer:innen und Kolleg:innen lobten ihre Professionalität und ihre herzliche Ausstrahlung vor der Kamera. Dieser Erfolg führte schließlich zu ihrem Vorsprechen für eine freie Stelle bei BR24 – und zur Zusage.

Kottmann, die an Multipler Sklerose erkrankt ist, nutzt einen Rollstuhl. Dennoch – oder gerade deshalb – hat sie sich durch ihr Können und ihre Erfahrung als angesehene Persönlichkeit im Journalismus etabliert. Heute moderiert sie die Nachrichtensendungen des Senders um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr.

Ihre Sichtbarkeit wirkt bereits inspirierend. Als bekannte Persönlichkeit mit Behinderung ist sie ein Vorbild für viele, die ähnliche Herausforderungen meistern. Kottmanns neue Rolle bricht Barrieren in den deutschen Medien. Sie wird weiterhin täglich Nachrichten präsentieren – mit Fachwissen und als Symbol für mehr Vielfalt auf dem Bildschirm. Ihre Karriere steht für einen wachsenden Wandel hin zu mehr Inklusion im Journalismus.

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