05 June 2026, 16:29

Münster bekämpft Obdachlosigkeit mit Wohnungsvermittlung durch Vonovia und Vivawest

Bessere Unterstützung für Menschen in Wohnungsnot

Münster bekämpft Obdachlosigkeit mit Wohnungsvermittlung durch Vonovia und Vivawest

Münster hat seine Zusammenarbeit mit den Wohnungsunternehmen Vonovia und Vivawest ausgebaut, um der Obdachlosigkeit entgegenzuwirken. Das erweiterte Programm ermöglicht gefährdeten Bewohner:innen einen schnelleren Zugang zu stabilen Wohnverhältnissen. Seit 2020 hat die städtische Initiative „Endlich ein Zuhause!“ bereits 643 Haushalten geholfen, den Verlust ihrer Wohnung zu verhindern.

Die Kooperation funktioniert, indem die Unternehmen der Stadt leerstehende Wohnungen zur Vermittlung zur Verfügung stellen. Diese müssen die Kostenvorgaben des deutschen Sozialrechts erfüllen, sodass Miete und Heizkosten bezahlbar bleiben. Das städtische Team für Wohnsicherung prüft anschließend, ob von Obdachlosigkeit bedrohte Personen oder Familien als Mieter:innen infrage kommen.

Ein frühzeitiges Eingreifen spielt eine entscheidende Rolle, um Zwangsräumungen zu vermeiden. Die Stadt stellt fest, dass es wirksamer ist, Menschen zu unterstützen, bevor sie ihre Wohnung verlieren, als auf Notfälle zu reagieren. Reguläre Mietverträge sind für die Kommune zudem kostengünstiger als die Finanzierung von Notunterkünften.

Vonovia und Vivawest haben seit 2023 neun Wohnungen für dieses Vorhaben reserviert. Die Unternehmen schätzen die Hilfe der Stadt bei der Bewältigung bürokratischer oder persönlicher Herausforderungen, mit denen Mieter:innen konfrontiert sein könnten. Besonders profitieren davon Personen, denen eine Räumung droht oder die aus gesundheitlichen Gründen nicht in kommunalen Notunterkünften unterkommen können.

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Ziel der ausgeweiteten Partnerschaft ist es, nachhaltige Wohnlösungen statt kurzfristiger Hilfen zu schaffen. Indem gefährdete Haushalte mit bezahlbarem Wohnraum zusammengebracht werden, verringert Münster die Abhängigkeit von Notquartieren. Gleichzeitig entlastet die Initiative den städtischen Haushalt und bietet betroffenen Familien und Einzelpersonen mehr Stabilität.

Quelle