07 June 2026, 12:10

Netflix-Doku POLDI zeigt Podolskis Leben jenseits des Fußballs

Ein Profi mit persönlichem Touch

Netflix-Doku POLDI zeigt Podolskis Leben jenseits des Fußballs

Netflix-Dokumentation POLDI: Ein intimer Blick auf Lukas Podolskis Leben abseits des Rasens

Die neue Netflix-Dokumentation POLDI gewährt einen seltenen Einblick in das Leben des Fußballers Lukas Podolski. Anders als klassische Sportfilme verzichtet der Film auf die üblichen Karrierehöhepunkte und konzentriert sich stattdessen auf seine persönliche Reise. Die Kamera begleitet ihn durch die Herausforderungen nach dem Rücktritt, familiäre Momente und das Lebensmotto, das ihn prägt: „Et kütt, wie et kütt“„Irgendwie wird das schon“.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Film beginnt mit Podolskis Wurzeln. In bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, kämpfte er sich vom Bolzplatz bis in die Mannschaft des 1. FC Köln und später in die deutsche Nationalelf hoch. Mit 39 Jahren spielt er heute für Górnik Zabrze in der polnischen Ekstraklasa – doch seine aktuelle Rolle spielt im Film kaum eine Rolle.

Stattdessen hält POLDI kleine, private Szenen fest: Seine Mutter brät ihm ein Schnitzel in Margarine, während sein Vater sich an den Tag erinnert, an dem Podolski die Familie mit einem vor der Tür geparkten Audi überraschte. Diese Momente zeichnen das Bild eines Mannes, der trotz Ruhm stets von seiner Herkunft geprägt bleibt.

Podolski selbst setzt sich seit Langem für Dokumentationen ein, die über den Fußball hinausgehen. Er wollte, dass der Film den Menschen hinter dem Spieler zeigt – jemanden, der stets vorwärtsstürmt, ob auf dem Platz, im Berufsleben oder im Alltag. Der Film bleibt diesem Anspruch treu: ohne reißerische Erzählweise oder Heldenverehrung, fast schon untertreibend in seiner Schlichtheit.

Doch bei aller Ehrlichkeit bleibt POLDI an entscheidenden Stellen zurückhaltend. Einige Szenen deuten auf tiefere Konflikte hin – die Angst vor dem Karriereende, der Druck der Erwartungen –, doch der Film weicht aus, bevor er sie vollends erkundet. Dennoch vermittelt er ein klareres Bild von Podolski abseits des Sports: ein Mensch, geprägt von Bescheidenheit, unermüdlichem Tatendrang und dem Glauben, dass sich alles irgendwie fügt.

Die Dokumentation POLDI hebt sich ab, indem sie die gängige Sport-Erzählung umgeht. Sie gibt Raum für Podolskis Familie, seinen unerschütterlichen Arbeitsethos und die stillen Momente, die ihn ausmachen. Zwar hätte sie noch tiefer graben können, doch genau das macht sie besonders: ein Fußballerleben, erzählt ohne Glanz – und gerade deshalb authentisch.

Quelle