Neubau für 23 Millionen: Ibbenbürens Gemeinschaftsschule wagt Modernisierung trotz Schülerknappheit
Klaudia GnatzNeubau für 23 Millionen: Ibbenbürens Gemeinschaftsschule wagt Modernisierung trotz Schülerknappheit
Ibbenbürens Gemeinschaftsschule erhält bis 2030 neues Gebäude für 23 Millionen Euro – trotz sinkender Schülerzahlen
Die Gemeinschaftsschule in Ibbenbüren steht vor einem umfassenden Modernisierungsschub: Bis 2030 soll ein neues Schulgebäude für 23 Millionen Euro entstehen. Diese Entscheidung fällt trotz jahrelang rückläufiger Schülerzahlen – für das kommende Schuljahr 2025/2026 sind bisher nur fünf Anmeldungen eingegangen. Obwohl die meisten lokalen politischen Gruppen das Projekt unterstützen, gibt es weiterhin Bedenken hinsichtlich seiner langfristigen Tragfähigkeit.
Aktuell ist die Schule auf zwei separate Standorte verteilt, an denen unterschiedliche Jahrgangsstufen unterrichtet werden. Die beiden Gebäude beherbergen eine heterogene Schülerschaft, darunter Geflüchtete, Quereinsteiger sowie Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Das neue Gebäude soll beide Standorte unter einem Dach vereinen.
Eltern fordern seit Langem erweiterte Möglichkeiten für gemeinsames Lernen, insbesondere für leistungsschwächere Schüler, damit diese innerhalb der Schule ihr Abitur erreichen können. Dennoch bevorzugen viele Familien weiterhin Gymnasien, die sie als sozial höherwertige Option wahrnehmen. Diese Tendenz hat die Hauptschule mit sinkenden Schülerzahlen zu kämpfen – wenn auch jährlich mit Nachmeldungen zu rechnen ist.
Die Stadt verfügt bereits über zwei Gymnasien – eines in kommunaler, eines in katholischer Trägerschaft – sowie eine Gesamtschule, die jedoch auf vier Züge pro Jahrgangsstufe beschränkt ist. Zwar ist die Schule als "Inklusive Lernschule" zertifiziert, doch gibt es Kritik an der Handhabung von Unterrichtsstörungen und der Differenzierung im Unterricht.
Die ehemalige Lehrerin Maria Frank, bekannt für ihr Engagement in der Initiative AG Stolpersteine ERNA, unterrichtete zuvor Kunst an einer freien Schule in der Region. Ihr Wirken unterstreicht das anhaltende bürgerliche Engagement für Bildungsthemen – auch wenn die Debatten um den Neubau weitergehen.
Mit der 23-Millionen-Investition sollen die getrennten Schulstandorte bis 2030 in einem modernen Gebäude zusammengeführt werden. Trotz der derzeit geringen Schülerzahlen geht das Projekt mit breiter politischer Rückendeckung voran. Nun gilt es, sicherzustellen, dass die Schule den Bedürfnissen ihrer vielfältigen Schülerschaft gerecht wird und gleichzeitig elterliche Sorgen hinsichtlich der schulischen Laufbahnen addressiert.






