NRW: Fast 2 Millionen Menschen erhalten Grundsicherung – Reformen drohen Verschärfungen
Klaudia GnatzFast jeder Zehnte in NRW bekommt Mindestsicherung - NRW: Fast 2 Millionen Menschen erhalten Grundsicherung – Reformen drohen Verschärfungen
Fast 2 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen auf Grundsicherung angewiesen
Ende 2024 bezogen fast 2 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen Leistungen der Grundsicherung – das entspricht etwa jedem neunten Einwohner des Landes. Durch die geplanten Reformen der Regierung wird sich das System dieser Zahlungen bald ändern: Das Bürgergeld soll in Grundsicherung umbenannt und die Anspruchsvoraussetzungen verschärft werden.
Laut den aktuellsten Daten erhielten im vergangenen Jahr 1,55 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen Bürgergeld. Weitere 321.000 waren auf die Grundsicherung im Alter angewiesen, während die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen um 15.100 auf 88.555 sank. Bundesweit beziehen derzeit rund 5,5 Millionen Menschen Bürgergeld.
Die Grundsicherung umfasst verschiedene Leistungen, darunter das Arbeitslosengeld II, die Altersgrundsicherung, Hilfe bei Erwerbsminderung sowie die regulären Asylbewerberleistungen. Der Bedarf variiert dabei stark innerhalb des Landes. Die höchste Quote verzeichnete Gelsenkirchen im Rheinland mit 21,7 Prozent, während Raesfeld im Kreis Borken mit nur 3,7 Prozent den niedrigsten Wert aufwies.
Die schwarz-rote Koalition treibt nun die Reformen voran. Künftig gelten strengere Mitwirkungspflichten und schärfere Sanktionen. Anspruchsberechtigte müssen härtere Bedingungen erfüllen, um Leistungen zu erhalten – die genauen Änderungen stehen jedoch noch nicht endgültig fest.
Die Reformen werden die Grundsicherung in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus neu gestalten. Angesichts der fast 2 Millionen aktuellen Empfänger könnten die verschärften Regeln die Zahl der Leistungsbezieher weiter verringern. Ziel der Regierung ist es, die Kosten zu senken und gleichzeitig die Arbeitsanreize für Bezieher von Sozialleistungen zu stärken.






