28 June 2026, 20:11

NRW rüstet gegen wachsende Gewalt an Bahnhöfen und in Zügen auf

Mehr Kameras in Bussen, Zügen und Bahnhöfen in NRW

NRW rüstet gegen wachsende Gewalt an Bahnhöfen und in Zügen auf

Gewalt gegen Bahnmitarbeiter in Nordrhein-Westfalen nimmt dramatisch zu

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In Nordrhein-Westfalen haben die Angriffe auf Bahnpersonal stark zugenommen: Im vergangenen Jahr wurden über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Übergriffe registriert. Um der steigenden Gewalt entgegenzuwirken und die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr zu verbessern, weiten die Behörden nun die Überwachungsmaßnahmen aus.

Das Land steht kurz vor dem Abschluss eines Programms, das die Installation von Kameras an 100 Bahnhöfen vorsieht. Die letzten drei Stationen sollen noch bis Ende dieses Jahres mit Überwachungssystemen ausgestattet werden. Kleinere und mittelgroße Bahnhöfe sind bereits besser abgesichert.

Rund 90 Prozent der S-Bahnen und Regionalzüge in NRW nutzen bereits Videotechnik. Die verbliebenen Fahrzeuge sollen nachgerüstet werden, sodass das gesamte Netz flächendeckend überwacht wird.

In Pilotprojekten im Rheinland werden zudem Körperkameras für Mitarbeiter im öffentlichen Verkehr getestet. Erste Erfahrungen zeigen, dass diese Geräte helfen, Konflikte zu entschärfen und Übergriffe zu verringern. Sicherheitskräfte tragen die kleinen Körperkameras inzwischen zur Standardausrüstung.

Auch in Bussen wird die Überwachung ausgebaut: Neue Fahrzeuge sind mit einer vollständigen Innenraumüberwachung ausgestattet, ältere Modelle werden entsprechend nachgerüstet.

Ziel der Maßnahmen ist es, Straftaten abschreckend zu wirken und Beweismaterial für Ermittlungen zu liefern. Künftig sollen noch mehr Busse und Züge mit vollständigen Kamerasystemen fahren. Durch den erweiterten Einsatz von Körperkameras und Videoüberwachung soll die Sicherheit für Personal und Fahrgäste weiter erhöht werden.

Quelle