NRW setzt auf Gaskraftwerke: Kohleausstieg ab 2030 geplant
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat eine lange erwartete Entscheidung aus Berlin zu ihrer Kraftwerksstrategie begrüßt. Der Plan sieht Ausschreibungen für neue Gaskraftwerke mit einer Kapazität von mindestens acht Gigawatt vor, die bis 2030 Kohlekraftwerke ersetzen sollen. Energieunternehmen wie Uniper, RWE und Steag Iquoni haben bereits ihre Unterstützung für diesen Schritt signalisiert.
Die bundesweite Kraftwerksstrategie hatte sich nach dem Scheitern der Ampelkoalition verzögert. Nun, da die Einigung des Koalitionsausschusses vorliegt, geht es im nächsten Schritt darum, die Pläne in Gesetzesform zu gießen. Zudem muss Brüssel die Subventionen für die modernen Gaskraftwerke genehmigen, bevor mit dem Bau begonnen werden kann.
Fünf Gigawatt der neuen Kapazität könnten aus Nordrhein-Westfalen stammen, wo sieben Gaskraftwerke geplant sind. Diese sollen die verbleibenden Braunkohlekraftwerke des Landes ab dem 1. April 2030 ersetzen. Bisher wurden jedoch noch keine konkreten Standorte oder detaillierten Baupläne für die sieben Anlagen bestätigt.
Bis zum 15. August nächsten Jahres muss die Bundesregierung das Kohleausstiegsgesetz überprüfen. Diese Überprüfung wird den Zeitplan für die Abschaltung der Braunkohlekraftwerke in Nordrhein-Westfalen festlegen. Ministerpräsident Hendrik Wüst bezeichnete die Berliner Entscheidung als einen "großen Schritt nach vorn" für die Energiewende der Region.
Im Rahmen der Strategie soll RWE bis zu drei Gigawatt wasserstofffähige Gaskraftwerke in Deutschland betreiben. Doch auch hier stehen die Standorte in Nordrhein-Westfalen noch nicht fest. Die Ausschreibungen für die neuen Anlagen sollen im kommenden Jahr starten.
Die Kraftwerksstrategie geht nun in die rechtliche und genehmigungstechnische Phase über. Wenn alles nach Plan verläuft, könnten die ersten neuen Gaskraftwerke ab 2030 die Kohlekraftwerke ersetzen. Die Energieunternehmen zeigen sich optimistisch, doch konkrete Bau Details zu den sieben geplanten Anlagen in Nordrhein-Westfalen stehen noch aus.






