18 April 2026, 18:14

NRW startet KRIS-Programm: Essen rüstet drei Stadtteile für den Klimawandel um

Eine Miniaturstadtmodell in einer Pfütze umgeben von Gebäuden, Grünflächen und einer Hintergrundwand.

NRW startet KRIS-Programm: Essen rüstet drei Stadtteile für den Klimawandel um

Nordrhein-Westfalen startet Förderprogramm KRIS: Städte rüsten sich für den Klimawandel

Nordrhein-Westfalen hat das Förderprogramm KRIS ins Leben gerufen, um Städte bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Im Fokus stehen städtische Gebiete, in denen wasserbasierte Lösungen besonders wirksam sind. Bis 2030 will die Region den Anteil versiegelter Flächen, die an die Kanalisation angeschlossen sind, verringern und gleichzeitig die Verdunstungsraten in Schlüsselbereichen deutlich erhöhen.

Die Stadt Essen hat nun drei Zonen für das Programm ausgewählt: Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein. Die detaillierten Pläne wurden zur Prüfung eingereicht; mit einer Bewilligung der Mittel ist bis Mitte 2026 zu rechnen.

Das KRIS-Programm fördert Klimaanpassungsmaßnahmen in allen 53 Städten und Gemeinden des Regionalverbands Ruhr (RVR). Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Kommunen spezifische Klimaanpassungszonen innerhalb ihres Gebiets ausweisen – meist handelt es sich dabei um städtische Bereiche mit hohem Klimarisiko, in denen gezieltes Wassermanagement spürbare Vorteile bringt.

Der Essener Stadtrat hat drei Stadtteile für das Vorhaben bestimmt. Die Konzepte für jede Zone wurden an die Projektträger Jülich (PtJ) und die Bezirksregierung zur Begutachtung weitergeleitet. Nach der Genehmigung können Grundstückseigentümer in diesen Gebieten Fördergelder für klimaresiliente Umbaumaßnahmen beantragen.

Die langfristigen Ziele des Programms sind ehrgeizig: Bis 2030 soll in den ausgewiesenen Zonen ein Viertel der versiegelten Flächen von der Mischkanalisation getrennt werden. Zudem strebt Nordrhein-Westfalen eine Erhöhung der Verdunstungsrate um zehn Prozentpunkte an. Bis zu 25 Prozent der bisher angeschlossenen Flächen könnten so aus dem Entwässerungssystem genommen werden.

Die endgültigen Förderentscheidungen werden voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte 2026 fallen. Nach der Freigabe erhalten Anwohner und Unternehmen in Essens ausgewählten Zonen Zugang zu Zuschüssen für klimagerechte Modernisierungen. Das KRIS-Programm wird weiterhin urbane Räume im Ruhrgebiet umgestalten, um sie besser auf Extremwetter und langfristige Klimarisiken vorzubereiten.

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